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Ab 2020

Parlament will Leinenpflicht für Katzen

7 Kommentare Haustiere | Montag, 1. April 2019, msi

Weil sie in der Natur Schaden anrichten können, sollen Büsi in Zukunft zu bestimmten Zeiten daheim bleiben oder an die Leine: Der Nationalrat hat heute eine entsprechende Motion überwiesen.

Freilaufende Katzen machen Jagd auf mehr oder weniger alles, was klein ist und sich bewegt. Dazu gehören Mäuse, Spitzmäuse, Vögel, Frösche und Eidechsen. Laut Schätzungen von Pro Natura erbeuten sie in der Schweiz jedes Jahr 10 Millionen Mäuse, 1,8 Millionen Vögel, 600'000 Reptilien und 3 Millionen Schmetterlinge (die «Tierwelt» berichtete).    

Um diese Schäden zumindest ein bisschen zu verringern, reichte die Grüne Fraktion eine Motion ein mit dem Vorschlag, dass Katzen im Frühling im Haus bleiben und draussen an die Leine müssen. Nach dem Ständerat hat nun auch der Nationalrat die Motion angenommen: Der Bundesrat erhält damit den Auftrag, ein Gesetz zu einer Leinenpflicht für Katzen auszuarbeiten.    

«So können die Tiere wenigstens ihre Paarungs- und Brutzeiten ohne diese zusätzliche, überaus grosse Gefahrenquelle überstehen», sagte die Grüne Nationalrätin Ruth Lieb-Tierli (BE). Katzen an die Leine zu gewöhnen sehe sie nicht als Problem. Unterstützt wurden die Grünen von der SP und einigen Mitteparteien. Wohl vom Erfolg der Grünen in den kantonalen Wahlen der letzten Wochen inspiriert, stellte sich auch die FDP hinter den Vorschlag. «Auch unsere Partei ist für den Naturschutz», sagte etwa der Zürcher FDP-Nationalrat Willi Reicher. «Deshalb war ist es für uns nur konsequent, dieser Motion zuzustimmen.» Geschlossen dagegen war die SVP-Fraktion. Sie appeliert an die Eigenverantwortung der Katzenhalter und verweist auf das Selbstbestimmungsrecht der Büsi.

Wie es aus dem Bundeshaus heisst, wird das Gesetz frühestens am 1. April 2020 in Kraft treten.

 

Update 4.4.2019: Liebe Leserinnen und Leser, das war natürlich ein Aprilscherz.

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Kommentare (7)

Chori am 03.12.2019 um 10:16 Uhr
Ich oute mich hier mal als Hundebesitzer. Ich werde jedesmal blöd angeschaut, wenn unser 2,5kg-Hund seinen Minikot irgendwo lässt und mit Argusaugen beobachet, ob ich es au ja wegräume.

Unsere Nachbarn haben summa summarum 5 Katzen und lassen sie morgens kurz vor der Arbeit raus und bis abends streunen sie rum. Auf dem Haus-Spielpatz lassen die "süssen" Katzen Kothaufen, die an ein Schäferhund erinnern. Wegräumen? Ja denkste. Der Besitzer ist ja nicht mal in der Nähe. Und der Haufen? Tja... da spielen die Kinder mit.

Echsen? Keine mehr im Garten, die Blaumeise hatte 5 Eier. Geschlüpft und beim ersten Flugversuvh von den Katzen gefangen, getötet und dann liegen gelassen. Sie haben ja kein Hunger, nur Trieb., Aber wehe mein Hund rennt hinter einer Ente her. Ds kriegt man direkt eine Strafe.

Da kriegt man schon böse Gedanken.
Wenn man ein Haustier besitzt, dann kümmert Euch drum. Räumt den Kot weg, der auf Spielplätzen Gehwegen und sons wo von den Katzen gelassen wird. Ich bin davon maximal genervt.

S. Mörgeli am 04.04.2019 um 11:25 Uhr
Als erstes müsste eine Kastration Pflicht obligatorisch sein!
Also ehrlich was kommt als nächstes? Müssen Mäuse dann auch an die Leine?
Wir Tierhalter Katzen Hunde werden immer mehr eingeschränkt irgendwann wird noch der gesunde Menschen Verstand vorgeschrieben

JJ am 02.04.2019 um 15:16 Uhr
Josiane ehm was?
Ein Zeichen von Dekadenz? Schon mal die Mietpreise für eine 4+ Zimmer Wohnung angeschaut? Die gehen jedes Jahr mehr nach oben, wie soll man sich da überhaupt noch Kinder leisten?

Kinder zu kriegen ist übrigens nicht besser. Soviele Arbeitslose wie wir haben und der Bunf ständig noch im Bildungswesen kürzungen macht... Im Moment bin ich sehr unschlüssig ob ich einem Kind diese Welt antun will. Materialismus bis zum geht nicht mehr, die Natur die immer mehr stirbt und von der wir zwangsläufig abhängig zum überleben sind.... dann adoptiere ich doch lieber einen Hund.

Ich bevorzuge Tiere nur schon aus dem Grund, weil die nicht zu Ihnen sagen würden, das es zu viele Menschen hat. Dekadenz ist eher, gegen jene zu schiessen, die sich nicht wehren können. Anstatt da zu helfen wo es notwendig ist.

Wenn sie etwas Bewegen wollen, setzten Sie Sich doch für die Kastrationspflicht von Freigängerkatzen ein.
Das würde nachhaltig allen helfen!

Silvia Altermatt am 01.04.2019 um 19:28 Uhr
April,April....
Hoffe es sehr ??

Eva am 01.04.2019 um 19:25 Uhr
1.April !!!

Schuhmacher Anita am 01.04.2019 um 18:38 Uhr
der Mensch richtet mehr Schaden in der Natur an , müssen die auch an die Leine ?

josiane am 01.04.2019 um 17:13 Uhr
es hat sowieso zu viele Katzen UND Hunde in der Schweiz.Ein Zeichen von Dekadenz.Menschen vereinsamen,Alte werden kaum/nicht im Heim
/Spital besucht, jungen Pärchen halten sich lieber Katzen und Hunde .als Kinder . das ist unverbindlicher ,aber auch egoïstischer.So wurde der Haustier- kommerz zum Milliardenbusiness

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