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Nach 400-Kilometer-Irrweg

Schäferhündin Rapunzel darf endlich nach Hause

Haustiere | Montag, 26. Februar 2018, sda

Die Schäferhündin Rapunzel ist nach ihrem 400 Kilometer langen Irrweg wieder einigermassen fit: Das Tierspital der Universität Zürich hat das acht Jahre alte Tier am Samstag seinen Besitzern übergeben.

Die Besitzerfamilie zeigte sich überglücklich, dass sie ihren Hund wieder mit nach Hause nehmen kann. Rapunzel könne zwar nicht viel, sagt Jasmin Ehret-Väth. Sie folge aber auf die Befehle «Sitz!» und «Platz!» – und sie könne die Türe öffnen, wenn es ihr nicht mehr passe.    

Das hat die deutsche Schäferhündin Mitte August des vergangenen Jahres getan – sie war bei einem Tierarzttermin in der Nähe von Frankfurt am Main ausgebüxt («Tierwelt Online» berichtete). «Beinahe hätte sie den Weg nach Hause gefunden», sagte die Besitzerin am Samstag im Tierspital. «Doch die Kurve, die sie nahm, war etwas zu gross.»    

In der Folge irrte Rapunzel monatelang umher und legte dabei mehr als 400 Kilometer zurück. Vor zwei Wochen wurde die Hündin dann mitten in der Nacht verletzt und reglos von einem Team von Schutz & Rettung Zürich auf der Autobahn A1 zwischen Winterthur und Zürich aufgefunden.    

Im Tierspital in Zürich wurde die ausgemergelte Rapunzel wegen verschiedenen Brüchen und inneren Blutungen mehrmals operiert und wieder aufgepäppelt. Anfänglich sei es nicht sicher gewesen, ob sie es schaffen werde, sagte Oberarzt Philipp Schmierer. Doch nach zwei Tagen habe sich der Zustand stabilisiert, und Rapunzel habe sich zusehends erholt. Inzwischen esse sie auch wieder selber, sagte Schmierer. «Wir sind froh, sie nun zur weiteren Erholung in die Obhut ihrer Besitzer übergeben zu können.»    

Die mehr als 400 Kilometer zurück nach Deutschland wird Rapunzel nun schneller und bequemer zurücklegen als dies bei ihrer beschwerlichen, einsamen Reise in die Schweiz der Fall war: Jasmin Ehret-Väth, ihr Mann Andreas und die beiden Kinder Julia und Marie fahren mit ihr über das Wochenende in zwei Etappen nach Hause. Sie werden ihre Hündin nun einfach ständig «streicheln und füttern», sagt das Frauchen über die weiteren Pläne der Familie.

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