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Pilotprojekt

Stadt Luzern gibt Hunden mehr Platz

Haustiere | Freitag, 17. März 2017, sda/nsn

In der Stadt Luzern werden neben der Allmend zwei zusätzliche Zonen geschaffen, wo Hunde ohne Leine herumlaufen dürfen. Damit reagiert die Stadt auf den Druck seitens der Hundehalter.

Der Churchillquai in Luzern soll ab Frühling 2017 zur Freilaufzone für Hunde werden, das Tribschenhorn ab Herbst dazu kommen. Die beiden zusätzlichen Freilaufzonen werden im Rahmen eines Pilotprojekts vorerst befristet auf zwei Jahre geschaffen, wie die Luzerner Stadtverwaltung am Freitag mitteilte. Der Stadtrat will mit dem Projekt ein friedliches Nebeneinander von Hund und Mensch ermöglichen. In der Stadt leben knapp 2000 Hunde.

Die heutige Situation sei unbefriedigend. Einerseits würden Spaziergänger unangeleint laufengelassene Hunden als störend empfinden. Andererseits bemängelten einige Hundehalter, dass es in der Stadt zu wenig Flächen gebe, wo sie ihre Tiere frei herumspringen lassen könnten.

Polizeikontrollen vorgesehen
Seit 2015 suchte eine Arbeitsgruppe nach Lösungen. Der Churchillquai und das Tribschenhorn waren bei Hundehaltern bereits bisher beliebt. Viele von ihnen treffen sich dort trotz Verbots schon seit Jahren mit ihren Tieren und lassen ihre Vierbeiner unangeleint herumspringen. Im Juni 2016 hatten Hundehalter zudem eine Interessengemeinschaft gegründet, die sich dafür engagierte, die Wiese am Churchillquai zur Freilaufzone zu machen.

Zur Abgrenzung der neuen Freilaufzonen sollen neue Hecken gepflanzt werden. Die Hunde dürfen niemanden belästigen und das Seeufer nicht verunreinigen, wie es in der Mitteilung der Stadtverwaltung heisst. Die Polizei nehme Kontrollen vor. Interessengruppen sollen zudem an beiden Stellen Aufsichtsfunktionen wahrnehmen und Aufklärungsarbeit leisten. Auf dem restlichen Stadtgebiet gilt grösstenteils weiterhin Leinenzwang oder Hundeverbot.

Die Hundehalter hätten es in der eigenen Hand, dem Projekt zum Erfolg zu verhelfen, schreibt der Stadtrat. Je weniger Beschwerden eingehen würden, umso grösser seien die Chancen für eine definitive Einführung der beiden neuen Hunde-Freilaufzonen.

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