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Motion angenommen

Ständerat will Obligatorium für Hundekurse aufheben

2 Kommentare Haustiere | Donnerstag, 16. Juni 2016, sda

Seit 2008 müssen Hundehalter mit ihrem Tier einen Kurs besuchen. Dies will der Ständerat nun wieder ändern. Er hat am Donnerstag eine entsprechende Motion von Ruedi Noser (FDP/ZH) angenommen.

Der Bundesrat will an den obligatorischen Hundekursen festhalten. Das Regime soll aber gelockert werden, wie Bundesrat Alain Berset sagte. Er hat dabei jene Hundehalter im Auge, die nicht zum ersten Mal einen Hund besitzen. Für sie seien die Anforderungen zu streng. Zudem soll der Vollzug der Vorschriften verbessert werden.

Das geht der kleinen Kammer aber zu wenig weit. Sie will das Obligatorium ganz aufheben. Die Motion von Ruedi Noster wurde mit 22 zu 18 Stimmen bei zwei Enthaltungen angenommen. Noser verweist auf die Ergebnisse einer Evaluation, die im März publiziert worden sind (lesen Sie hier mehr dazu). Es fehle an «hard facts». Gemäss dem Bericht könnten beispielsweise keine Abnahme von Vorfällen oder Verhaltensunterschiede zwischen Personen mit und ohne Kursbesuch festgestellt werden. Zudem besuche ein Fünftel der zur Teilnahme verpflichteten Hundehalter die Kurse gar nicht.

Diese Quote sei zu hoch, findet auch der Bundesrat. Er beurteilt die Evaluation aber als insgesamt positiv. Die Ausbildungen hätten sowohl in der Öffentlichkeit als auch bei den Hundehalterinnen und Hundehaltern breite Akzeptanz gefunden. Obwohl nicht eindeutig messbar, berichteten die Mehrheit der Hundehalterinnen und Hundehalter von positiven Veränderungen in ihrem Verhalten.

Über die Motion entscheidet nun der Nationalrat.

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Kommentare (2)

ZIBUNG am 20.06.2016 um 16:33 Uhr
Ich bin zum abschaffen. Der ganze Kurs ist für gar nichts !!!!!! Schade für die Zeit und Geld .

Beat Eichenberger am 19.06.2016 um 07:53 Uhr
Ich sehe die unterschiedliche Qualität der Kurse auch eher problematisch und weiß auch von Haltern , welche die Kurse nicht oder wiederwillig besuchen. Trotzdem bin ich der Meinung, dass solche Kurse helfen können, die Hundehalter an die heutige Anforderungen eines Hundes heranzuführen. Diese ist nämlich bei weitem höher als noch vor einigen Jahren. Zudem haben sich die Ausbildungsmöglichkeiten durch viele neue Erkenntnisse massiv gesteigert und gut geschulte Hundehalter haben es einfacher im Umgang mit Ihren Hunden. Zudem herrschen noch immer viele alte Märchen und Mythen im Umgang mit Hunden und diesen gilt es entsprechend entgegen zu wirken. Ich sehe einer Ausbildungspflicht eher optimistisch entgegen aber mit entsprechender Anpassung bezüglich Qualität und Kontrolle, welche in der heutigen Zeit (21. Jahrhundert) ohne große finanzielle Kosten für die Bevölkerung umsetzbar wäre. So würde nicht nur das Tierwohl gestärkt sondern auch die Sicherheit für die Bevölkerung.

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