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Einschläfern oder nicht?

Der Entscheid am Lebensende der Katze

11 Kommentare Katzen, Haustiere | Dienstag, 12. April 2016, Andrea Trueb

Während die Politik diskutiert, wie weit Sterbehilfe bei uns Menschen gehen soll, geht es bei den Haustieren um das Gegenteil. Immer mehr Tierhalter wollen ihren Liebling nicht einschläfern, sondern bis in den natürlichen Tod begleiten. 

Vor ein paar Wochen sah es aus, als würde Mikesch sterben. Der 17-jährige Kater mit einem aufgebrochenen bösartigen Tumor am Bein zog sich zurück in den Garten und liess Futter und Wasser unberührt. Wenn sich Besitzerin Kathrin Bürgi neben ihn setzte und ihn streichelte, begann er leise zu schnurren. Nach ein paar Tagen schien er sich zu erholen, kam zurück ins Haus und begann sogar wieder regelmässig zu fressen. Für die Besitzerin war aber klar, dass ihre Katze nicht mehr lange leben würde und dass sie das Tier – falls möglich – in seinen natürlichen Tod begleiten wollte. Falls möglich bedeutet für Bürgi, dass sie sich auf ihr Gefühl und ihre Tierärztin verlässt und das Leben der Katze beendet, wenn sie zu sehr leidet. 

«Es gibt Grenzen», sagt auch Cayra Arcangioli von der Praxis Vet-Homöopathie im luzernischen Aesch. «Mit dem Tier bis zum Ende zu gehen, ist kein einfacher Weg.» Die Tierärztin und Tierhomöopathin bietet neben der Homöopathie auch Sterbebegleitung an. Hauptsächlich die Besitzer von Hunden und Katzen seien froh über das Angebot, erzählt sie: «Ich begleite viele ältere Tiere und sogenannt austherapierte Tiere.» Wobei eine Begleitung nicht zwingend bis zum Schluss führe: «Die Entscheidung zum Einschläfern überlasse ich immer den Besitzern.» 

Kein Tier soll leiden müssen
Grenzen werden beispielsweise erreicht, wenn die Besitzer psychisch und physisch erschöpft sind. Oft würden die Tiere beispielsweise inkontinent, erzählt Arcangioli. Ein Sterbeprozess könne sich über Wochen hinziehen. Wochen, in denen das Tier gepflegt und nicht mehr alleine gelassen werden sollte. Das Tier höre auf zu fressen und trinken und könne am Ende in eine Art Koma fallen: «Das ist alles nicht einfach zu ertragen.»

Wichtig sei nicht zuletzt, dass das Umfeld den Entscheid des Besitzers mittrage, sein Tier in den Tod zu begleiten, sagt Arcangioli weiter. Das Potenzial für Spannungen sei sonst gross. Wenn etwa eine Wunde stinkt, wie das bei Kater Mikesch der Fall ist. Oder auch einfach, weil die Tiere Tag und Nacht intensiv betreut werden müssen. In solchen Momenten würden nicht nur von Bekannten «gut gemeinte Ratschläge» an die Tierbesitzer herangetragen. Auch von Fachleuten würden die Besitzer oft zur Euthanasie gedrängt: «Das Wort Tierquälerei fällt auch ab und zu.»

«Mein Ziel ist es, dass kein Tier leiden muss», erklärt Arcangioli. Als Tierärztin könne sie abschätzen, wo die Grenzen zur Tierquälerei lägen. Leidet das Tier an Schmerzen oder Unwohlsein greift sie auf ihr Fachwissen als diplomierte Homöopathin zurück: «Die Homöopathie wirkt sehr tiefgreifend. Leider wissen das viele Leute nicht. » Trotzdem stelle sie fest, dass es immer mehr Menschen gebe, die «Eigenverantwortung für sich und auch für ihr Tier übernehmen wollen». Oft sei die Angst vor dem unbekannten Weg gross. «Wie genau stirbt ein Lebewesen, wie läuft das ab?» In dieser Ungewissheit könne sie mit ihrer Erfahrung zur Seite stehen. 

«Ich spürte, dass er leben wollte», begründet Bürgi ihren Entscheid, Mikesch trotz hohen Alters und unheilbaren Tumors nicht «einschläfern» zu lassen: «Er frass, spazierte im Garten herum, er war einfach noch nicht bereit zu sterben.» Eine Amputation des betroffenen Beines kam bei dem betagten Kater nicht infrage. Gestützt von ihrer Tierärztin kam Bürgi zum Schluss, dass sie Mikeschs Wunde zuverlässig pflegen wollte, bis er aufgrund seines Alters oder durch eine vom Bein ausgehende Infektion stirbt. 

Der Entscheid, Sterbebegleitung anzubieten, reifte bei Tierärztin Arcangioli während ihrer Arbeit in der Kleintierpraxis. «Es gab Tage, an denen ich mehrere Tiere nacheinander euthanisieren musste.» Im Praxisalltag fehle schlicht die Zeit, um die Besitzer auf den Tod ihres Tieres genügend vorzubereiten und zu begleiten: «Oft verliessen die Tierbesitzer danach die Praxis in einer Art Schockstarre und die Trauer war immens.» Unter diesem Eindruck habe sie schliesslich damit begonnen, die Leute nach dem Feierabend zu Hause zu besuchen und die Tiere beim Sterben zu begleiten oder gegebenenfalls einzuschläfern.

Manche Tiere sind noch nicht bereit
Mit ihrer Arbeit helfe sie dem Tier, aber auch sehr stark dem liebenden Menschen, sagt Arcangioli. Das Tier selber übernehme häufig die Ängste und Befürchtungen der Besitzer: «Es kann, beziehungsweise darf nicht gehen, weil der Besitzer traurig ist. In diesen Situationen helfe ich den Menschen beim Loslassen.» Für die Menschen sei hilfreich, sich frühzeitig mit dem Tod auseinanderzusetzen. Menschen, die ihr Tier sehr lange begleitet hätten und vielleicht bis zum Ende gegangen seien, hätten oft einen grossen Anteil der Trauerarbeit schon hinter sich, wenn das Tier dann tatsächlich sterbe, sagt Arcangioli: «Sie beschreiben diesen Weg danach sogar als schön und erlösend.» 

Für die Tierärztin ist klar, dass sich das Lebewesen am Lebensende von seinem irdischen Dasein loslösen muss und dass das nicht immer einfach ist. «Ich bin aber der Meinung, auch ein Tier hat das Recht, diesen Weg gehen zu dürfen.» In der Praxis habe sie erlebt, dass Tiere nicht selten zu früh «erlöst» würden: «Die Tiere sind noch gar nicht bereit dazu; wehren sich beim Einschläfern oder die Dosis des Euthanesiemittels muss erhöht werden.»

«Es sind besondere Beziehungen, die man mit den Menschen und Tieren entwickelt. Sie geben mir viel», sagt Arcangioli über diesen Teil ihrer Arbeit. Oft bliebe sie mit den Besitzern auch über den Tod des Tieres hinaus in freundschaftlichem Kontakt. 

Kater Mikesch ist während der Arbeit an diesem Artikel eines natürlichen Todes gestorben. Er kollabierte auf dem Arm von ­Kathrin Bürgi und lebte dann noch eine Stunde lang. Unterstützt von ihrer Tierärztin blieb Bürgi bis zum Schluss an Mikeschs Seite. Nach der intensiven Betreuungszeit der letzten Wochen sei die Leere nun gross, erzählt sie: «Es war schwierig, aber ich bin froh, dass ich es gemacht habe.»

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Kommentare (11)

Sabine am 20.10.2019 um 15:10 Uhr
Ich bin so traurig. Am Donnerstag starb meine geliebte Katze Sina 11 Jahre. Sie hatte an der Schilddrüse einen Tumor. Vor einem Monat fuhr ich in die Tierklinik. Sie machte komische Halsgeräusche und Nase und fraß weniger, kein Trockenfutter mehr. Der Arzt hielt es noch für eine Halsentzündung. Sie bekam eine Antibiotikaspritze und Vitamine und wir fuhren wieder nach Hause. Nach 1 1/2 Wochen als es nicht besser war, fuhren wir erneut hin. Gleiche Diagnose. Wieder Antibiotika etc. Diesmal bestand ich auf eine Blutuntersuchung. Bis auf einen Wert ( der Arzt sagte es sagt aus das sie eine Entzündung im Körper hatte ) alles in Ordnung. Der Hals war ja stark entzündet. Aber die anderen Werte waren angeblich ok. Diesmal bekam ich Antibiotikatabletten mit nach Hause. Habe es ins Futter zerbsöselt. Jedenfalls wurde es nicht direkt besser. Sie fraß wieder etwas, Hunger hatte sie ja, aber mehr Nassfutter. Da es nicht besser wurde, bin ich nochmal zum dritten Mal in die Klinik, diesmal zu der Ärztin gegangen, die schon länger in der Klinik arbeitet und Erfahrung hat. Ihr gehört die Klinik. Sie stellte ein Geschwulst nahe an der Schilddrüse fest und das war sehr vergrößert. Sie meint das Geschwulst drückt auf die Speiseröhre, daher hatte meine Sina Schmerzen beim Essen. Ich verabreichte ihr dann nur noch weiches Futter. Frau Dr. entnahm bei Sina eine Probe die zum Pathologen eingeschickt wurde. Es war Donnerstag. Ich fragte noch ob es auch gutartig sein kann, sie weiss es nicht, meinte aber bei dieser Größe aber eher nicht. Ich fragte ob es operabel sei. Sie sagte ja, sei aber kompliziert, aber sagte nicht das es unmöglich sei. Es müsse dann halt ein Teil oder die Schilddrüse weg und die Katze mit Calcium versorgt werden. Gut. Am Montag kam die Meldung das der Pathologe nicht genau sagen konnte ob gut oder bösartig. Wie entscheidet man sich nun. Tut man nichts oder lässt man operieren. Lasse ich sie nicht operieren, mache ich mir Vorwürfe sie nicht gerettet zu haben bzw. es nicht versucht zu haben. Die Ärztin sagte ja nicht, dass sie von der OP abraten würde, da die Chancen gering sind. Hätte sie das gesagt, hätte ich der OP NIEMALS zugestimmt. Jedenfalls entschieden wir uns für die Op. Termin war Mittwoch. Ich muss sagen das es meiner Sina schlechter ging. Sie zog sich schon mehr zurück, schlief an Stellen wo sie vorher nicht unbedingt war, sass an einem Abend neben mir die ganze Nacht auf dem Nachttisch. Ich kam ab und zu auf, da sie seit der letzten Tage innerlich und im Gesicht auch einen Juckreiz hatte. Vermutlich durch den Tumor. Aber ich war froh das sie bei mir war und ich irgendwie auf sie aufpassen kann. Einmal am Tag weinte ich auch, als ich auch bei ihr lag und sie schnurrte, stand kurz auf und leckte meine Tränen ab. Ich war fix und fertig. Die letzten Tage war sie schwach bzw. schlief viel. Gefressen hat sie hauptsächlich, wenn ich ihr den Napf mit dem weichen Futter direkt hinstellte. Aber sie hatte schon Hunger. Am Dienstag um 17 Uhr brachten wir Sina leider schon zur Klinik und sprachen noch mit der Chirurgin. Meine Sina ist von Haus aus immer sehr ängstlich gewesen und ich vermied die ganzen Jahre immer einen Tierarzttermin, wenn es nicht sein musste. Sie war mein Baby, daher wollte ich sie beschützen. Auf dem Weg zur Klinik war sie diesmal noch mehr als davor ängstlicher und biselte auf dem Weg zum Auto im Korb. Es zerbrach mir das Herz, aber was soll ich tun. Gehe ich nicht zur Klinik wie hätte sich der Tumor weiter entwickelt? Schmerzen? Druck auf Luftröhre? Erstickungsgefahr? Ich hätte mir Vorwürfe gemacht ihr nicht geholfen zu haben. Daher die schwere Entscheidung zur OP. Aber nur, weil sie nicht gesagt haben, dass es unmöglich ist. Hätte die Ärztin gesagt dass die Chanche gering und sie mir den Eingriff abratet, hätte ich die Op natürlich gelassen und meine Sina niemals den Stress ausgesetzt. Am Dienstag machte die Chirurgin soweit fachlich einen kompetenten Eindruck. Wir gaben unsere Sina mit Hoffnung auf Besserung und Vetrauen in ihre Hände. Mittwoch war die OP. Ich war so aufgeregt und hatte Angst. Es hieß die Op sei Vormittags. Um 11 rief ich an, aber sie hatten sie noch nicht operiert sondern bereiten sie erst vor. Um 16:30 haben wir ENDLICH Rückmeldung erhalten. Op verlief gut, Sina wachte auch auf, aber sie möchten sie noch 1 Nacht dort behalten zwecks Kontrolle. Ok. Schwerensherzens mussten wir zustimmen. Donnerstag 9 Uhr Früh hieß es, Sina gehts gut, sie frisst auch schon. Wir können sie um 17 Uhr abholen, sie möchten vorher nur noch eine Blutuntersuchung machen. Ok. Mittags läutet das Telefon. Komplikation. Blutgerinsel Lunge. Ich und mein Freund sind sofort in die Tierklinik. Sie brachten Sina aus der Intensivstation. Mein Herz zerbrach, als ich sie in dem Liegekäfig liegen sah mit Invusion, Halsverband, schwer röchelnd. Wir weinten. Die Ärztin ging kurz raus und ließen uns mit Sina allein. Ich weinte nur, streichelte Sina vorsichtig und beugte mich runter, so dass sie mich sah. Das linke Auge war schon ganz neblig und etwas grau. Vermutlich drückte der Tumor auf einen Nerv. Das Auge war Zuhause schon schlechter :-(. Als ich Sina sagte und mit ihr sprach und weinte, reagierte sie, versuchte zu miauen und sich zu bewegen was nicht so ging. Es war so herzzerreißend. Ich sprach mit ihr, dass ich da bin, versuchte die Situation zu erklären, warum ich sie am Mittwoch noch nicht holen konnte, aber ich sie heute am Donnerstag nach Hause geholt hätte, es aber jetzt nicht geht, da sie gesund werden muss. Ich liebe sie über alles. Sie guckte mich an und mein Herz zerbrach. Sie hatte am linken Auge auch eine Träne. Ob von der Op oder ? wer weiss, aber sie wollte zu mir sprechen. Ich hoffe sie hat mich noch erkannt, dass ich bei ihr bin. Als die Ärztin wieder kam, sagte sie vorsichtig, dass sie dann jetzt wieder zu der Wärme? kommt, Station. Ich war so fix und fertig und konnte nicht klar denken. Um 16 Uhr sollen wir nochmal anrufen. Derzeit war es glaub ich 12. Ich weiss es nicht mehr. Weinend ging ich raus, konnte mich nicht mehr umdrehen, war irgendwie nicht richtig da. Mein Freund kam nach. Draußen nahmen wir uns in den Arm, ich betete zu Gott, dass sie bitte gesund werden soll. Ich wusste nicht was ich tun soll. Am liebsten wäre ich dort geblieben. Glaube aber hätte nicht mit auf die Station dürfen. Ich weiss nicht. Ich wollte mich an die Anweisung der Ärztin halten. Mein Freund meinte wir können jetzt nix tun und fuhren derweil nach Hause. Ich betete die ganze Zeit, weinte und hatte solche Angst. Ca. nach 1 Stunde Anruf. Meine Sina hats nicht geschafft. Ich starb innerlich. Warum bin ich nicht bei ihr geblieben, was ich ja eigentlich wollte. Ich hab ihr versprochen sie nie allein zu lassen und immer zu beschützen. Warum bin ich gefahren. Ich kanns mir nicht erklären. Ich mache mir solche Vorwürfe und konnte nicht klar denken. Natürlich hätte ich bestimmt nicht mit auf die Station dürfen, ich weiss es nicht. Das hätte die Ärztin dann bestimmt gesagt. Ich habe mich auf die Ärztin verlassen, dass ich um 4 nochmal anrufe. Ich wäre definitiv auch nochmal gleichtags hingefahren. Ich wollte in der Zwischenzeit nur wichtige Kontrollen und die ärztliche Hilfe für meine Sina durch meine Anwesenheit nicht beeinträchtigen. Wenn ich gewusst hätte, dass es meine Maus nicht schafft, hätte ich sie nie dort hingebracht. Ich wäre gerne bei ihr gewesen und hätte ihre Pfote gehalten. Ich liebe sie so sehr. Ich hoffe sie hat gemerkt dass ich an dem Tag noch bei ihr war und das sie mich erkannt hat. Ich vermisse sie so sehr und hätte mir gewünscht sie in diesem Fall Zuhause gehen zu lassen. Ich weiss aber auch, wäre es jetzt umgekehrt, also kein OP Versuch, dsnn hätte ich mir bestimmt den Vorwurf gemacht, sie in Stich gelassen zu haben. Ich vermisse sie so sehr. Ich hoffe sie weiss, dass ich ihr leben retten wollte. Doch ich habe versagt.

Tanja am 09.10.2019 um 12:32 Uhr
Nachtrag zum 21.09.......mein Kater hat tatsächlich noch einmal angefangen zu fressen und hat mir gezeigt, wie sehr auch an mir hängt...... Nachdem ich wieder guter Hoffnung war, dass er noch einen Moment bleibt, hat er dann zwischen 2.10. Und 5.10. Rapide abgebaut..... Es fing an, dass sein Gang immer wackliger wurde, er gar nicht mehr gefressen hat, nichtmal mehr die Sauce, ee immer unsicherer beim Springer wurde...... Am 05.10. Hab ich ihn morgens auf dem Badezimmervorleger gefunden, von da an wollte bzw. Konnte er nicht mehr aufstehen..... Er hat noch mit brummen auf mich reagiert, hat sogar noch geschnurrt......war dann die meiste Zeit in einem Koma und ist abends um 20 Uhr ganz friedlich und ruhig eingeschlafen....... Es war ein schwerer Tag für ihn und ich glaube, er war zufrieden, so wie es gegangen ist...... Ich würde es immer wieder so machen, vorausgesetzt das Tier leidet nicht zu sehr....... Es war viel stressfreier ohne Tierarzt und diese Spritze....... Jetzt kommt die Trauer..... Ich guck immer noch automatisch nach ihm..... Das war 19 Jahre lang so...... Er fehlt mir so sehr.....

Tanja am 21.09.2019 um 22:02 Uhr
Mein fast 20Jahre alter Kater frisst seit drei Tagen fast gar nichts mehr, er trinkt noch und geht aufs Klo, ansonsten schläft er den ganzen Tag im Schlafzimmer und kommt ganz selten mal kurz raus, trinkt, lässt sich kraulen um dann wieder zu verschwinden. Er läuft nur noch wie eine Schnecke...... Aber ich habe nicht den Eindruck, dass er leidet, er verkriecht sich auch nicht wirklich, außer eben ins Schlafzimmer...... Er war auch schon etwas dement, urplötzliches Schreien mitten im Raum und hat sich dann erschrocken, wenn ich neben ihm stand. Auch nachts passiert das hin und wieder..... Gehoer hat er auch verloren und eine Schilddrüsenüberfunktion schon seit vier Jahren..... Die Tabletten krieg ich seit zwei Tagen nicht mehr rein..... Vor einem Monat ist sein Kumpel ganz plötzlich verstorben, wir wissen nicht woran, es ging ganz schnell und unerwartet, evtl. Ein Tumor im Bauchraum, er war grad erst 15, musste nicht erlöst werden, ist plötzlich kollabiert und hatte dann in der Tierklinik einen Atemstillstand..... Und jetzt will der alte auch nicht mehr...... Aber er ist über 19 Jahre bei mir, und irgendwann gehen wir alle, so traurig es ist, das gehört zum Leben leider dazu...... Bei allen anderen Katzen war Erlösung irgendwann notwendig...... Ich habe das Gefühl, bei ihm ist es anders, und wenn möglich, möchte ich, dass er irgendwann ganz friedlich hier zuhause einschlafen darf....... Bin jetzt schon die ganze zeit am heulen, möchte aber diesdn Weg mit ihm gerne gehen...... Ich hoffe das klappt alles so und vielleicht frisst er ja auch nochmal bisschen mehr, er ist nuf noch Haut und Knochen, aber das ist bei so alten opis ganz normal...... Ach Mensch, ist nicht einfach..... Ich liebe ihn so sehr, wir haben soviel zusammen durchgestanden und er war immer da.... Kann mir gar nicht vorstellen, jemals wieder eine Katze so lieben zu können wie ihn, er ist so einmalig...... Und wenn man das alles mit zwei Katzen durch hat, will man gar keine mehr haben, weil das alles so weh tut...... Aber die Erfahrung hat mich gelehrt, dass ich nicht ohne Katzen sein kann....... Drueckt mir die Daumen....

Anerev am 16.08.2019 um 22:41 Uhr
Catdog 2017
Nachdem unsere Tochter gerade gestern ihre Katze einschläfern (Betonung auf "schlafen") musste, bin ich zufällig über die Horrorgeschichte von Catdog gestolpert. Also da stimmt etwas überhaupt nicht. Entweder waren Sie nicht bei einem richtigen Tierarzt, oder Sie waren gar nicht dabei oder die Story ist komplett erfunden. Der Tierarzt verwendet kein Morphium und injiziert auch nichts in die Nieren. Die Katze bekommt einen Zugang zu Vene gelegt und dann werden 2 Injektionen verabreicht, ganz ohne Nadel. 1. eine tiefe Narkose und wenn das Tier tief schläft wird mit der 2. Spritze der Herzstillstand herbeigeführt, das spürt die Katze gar nicht mehr. Es kann noch zu einem Zittern kommen, was aber nur kurz dauert. Dann ist sie ruhig und für immer eingeschlafen. Es ist unfair gegenüber unseren Tierärzten, solche falsche Behauptungen zu verbreiten. Sorry, solche Sachen muss man richtig stellen.

Tom Minder am 03.07.2019 um 16:26 Uhr
Liebe Trauernde

Auch uns steht eine Trennung bevor. Heute kam der TA und meinte, aufgrund des Allgemeinzustandes und der schrumpfenden Nieren und eines Infekts der Analdrüsen unseres 17 jährigen Katerchens, müssen wir uns wohl langsam Gedanken an einen Abschied machen. Er hat ihm nun noch ein Antibiotikum gegen den Infekt sowie eine schmerzstillende Spritze gegeben. Sollte unser Liebling in den kommenden Tagen dennoch apathisch bleiben und nichts mehr Essen, sollen wir ihn anrufen für das Unvermeindliche. Bei dem Gedanken wird mir richtig schwindlig und übel. Dieser Kater hat uns mich mit seinem Schwesterchen, welches gottseidank noch in besserer Verfassung ist, seit 17 Jahren treu begleitet. Ich arbeite im Home-Office und hatte meinen Schatz daher fast ständig um mich. Leute ich drehe fast durch beim Gedanken in gehen lassen zu müssen. Muss abbrechen und werde mich wieder melden.

su am 26.04.2019 um 16:40 Uhr
hallo Gabi und Lia!
Ich bin auch in dieser Situation und das erste Mal mit der Entscheidung meinen 23 jährigen Kater auf natürliche Weise gehen zu lassen. Dennoch hab ich immer wieder Zweifel ob das auch so die richtige Entscheidung ist, da die Tierärztin meint, dass sie das unverantwortlich findet und das Tier am Ende an Organversagen stirbt. Das ist ein schrecklicher Tod und kann auch mit Ersticken einhergehen. Bitte um Eure Erfahrungen! Mein Kater frisst nur mehr mit der Spritze (Wasserdepot weil er Nierenkrank ist, aber schon lange und das immer wieder Magenprobleme auslöst ) . Dieser Prozess des up and down habe ich jetzt seit 2 Wochen und meine Fragezeichen werden immer größer. Ich bin in der glücklichen Situation, dass ich von Zuhause arbeiten kann und ihm so immer in Beobachtung habe.

Gaby am 10.03.2019 um 22:21 Uhr
Wir befinden uns gerade auf diesem Weg!
Mein20jähriger Kater stirbt.
Alle meine bisherigen Tiere wurden eingeschläfert,diesmal ist es anders:
Dass es so weit ist,ist klar!Seit drei Tagen frisst er nicht mehr,jetzt trinkt er auch nicht mehr.Er will in unserer Nähe sein, hat sich in das Körbchen beim Esstisch gelegt. Er ist komplett entspannt, beim Einschläfern habe ich das schon ganz anders erlebt.??
Er hat keine Schmerzen,sonst hätte ich den anderen Weg wählen müssen.
Er wird inmitten seiner gewohnten Umgebung inmitten seiner Hunde-und Katzenfamilie einschlafen.????????

Caroline Klopfenstein am 09.03.2019 um 15:55 Uhr
Vor bald drei Jahren durfte ich meinen Kater auf seinem Weg bis vor die Regenbogenbrücke begleiten. Es war für mich das erste Mal (meine vorhergehenden Katzen wurden nach "gängiger" Praxis eingeschläfert) und es war trotz aller Trauer eine sehr schöne, innige und sehr bereichernde Erfahrung. Wenn immer möglich, werde ich den natürlichen Sterbeprozess allen meinen zukünftigen Tieren ermöglichen. Den TA, welchen ich im Vorrfeld kontaktierte, war für das Einschläfern, mit der Begründung Katzen seinen Fluchttiere, wollen beim Sterben allein sein und würden sich verkriechen. Mein Kater lehrte mich etwas anderes: er wollte auch in seinen letzten Stunden und Minuten mit uns zusammen sein. Ich bin froh, über die vielen Artikel, welche ich zum Voraus über Sterbebegleitung und natürliches Sterben der Tiere, im Internet gefunden habe. So wusste ich in etwa, was mich erwartete und ich konnte meinem Kater die Ruhe und die Liebe geben, welche er für sein Gehen benötigte. Und ich wurde auch darin bestärkt, dass es der richtige Weg ist.

catdog am 26.04.2017 um 05:50 Uhr
ich hatte eines der schlimmsten euthanasie Erlebnisse vergangenes Jahr im Okt.auf empfehlung der tierärztin wäre es besser,meine katze aufgrund des lungenkrebs zu "erlösen".naja im grunde ist sie an der narkosespritze elendig erstickt,bevor die spritze in ihr herz gerammt wurde und das morphium wirken konnte.sie starb nicht am lungenkrebs,sondern wurde grausam und eiskalt ermordet.vor meinen augen.wenn ihr wüsstet wie lange sie sich gewährt hat und welchen qualvollen laut sie ausschrie,als ihr die narkose in die nieren injiziert wurde und sie noch einen krampfanfall bekam.das war so schrecklich.ich hab ein trauma davon getragen das sich gewaschen hat.der tod ist teil des lebens,sowie auch das leid.leiden sehen und ertragen ist wenn es natürlich geschieht eine wichtige erfahrung in unserem leben.

LIA am 10.09.2016 um 11:04 Uhr
Ich bin gerade in dieser Situation und es ist das erste Mal, dass ich mich dazu entschlossen habe, meinen Katzenopa auf natürliche Art über die Regenbogenbrücke gehen zu lassen...mit Hilfe einer Tierhomöopathin, die ihm etwas eingegeben hat. Er ist jeden Tag schwächer, will aber mitten unter uns bleiben und geniesst das auch noch offensichtlich. Es braucht viel Kraft, aber ich will das ihm zuliebe mit ihm durchstehen, da er mir das Gefühl gibt, es sei richtig so.

Graf am 14.05.2016 um 12:27 Uhr
Gestern wurde meine über 20 jährige Katze eingeschläfert. Vielleicht hätte ich noch ein bisschen Warten brauchen und sie hätte den Weg von alleine gehen können. Das denke ich jetzt, nachdem ich diesen Bericht gelesen habe.

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