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Lange Leine für Hundehalter

Kanton Zug lehnt Hundegesetz ab

11 Kommentare Haustiere | Donnerstag, 10. Dezember 2015 14:30, sda

Keine Leinenpflicht, keine Listenhunde: Der Zuger Kantonsrat hat das Hundegesetz am Donnerstag in zweiter Lesung mit 35 zu 32 Stimmen abgelehnt.

Alles, was von der Vorlage übrig bleibt, ist eine Häufchen-Busse: Wer den Kot seines Vierbeiners liegenlässt, kann künftig mit 100 Franken gebüsst werden. Ausgestellt wird die Busse entweder von der Polizei, von Förstern oder von Wildhütern. Gesetzlich festgehalten wird diese Busse im Littering-Gesetz.

Vom ganzen Rest des ursprünglichen Hundegesetzes blieb nichts übrig: Eine generelle Leinenpflicht wie etwa im Nachbarkanton Schwyz wird es nicht geben. An die Leine müssen die Zuger Vierbeiner nur in Naturschutzgebieten, auf Friedhöfen, auf Schulhaus- und Sportplätzen und im öffentlichen Verkehr.

Alle Hunde bleiben erlaubt
Selbst in der Schonzeit für Jungwild von April bis Juli müssen sie nicht angeleint werden. Sie sollen nur «unter direkter Aufsicht auf kurzer Distanz geführt» werden.

Auch eine Liste mit verbotenen Rassen wird es im Kanton Zug nicht geben. Es bleiben alle Hunde erlaubt - auch jene, deren Haltung in Nachbarkantonen bereits seit Jahren verboten ist.

FDP und SVP waren für diese sehr liberale Lösung und die Ablehnung eines Hundegesetzes verantwortlich. Ihrer Meinung nach verhindert ein Gesetz keinen einzigen Biss. Die Gemeinden dürfen somit weiterhin eigene Reglemente erlassen -mit dem Ergebnis, dass die Vorschriften von Gemeinde zu Gemeinde unterschiedlich sind.

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Kommentare (11)

Kerstin Herrmann am 01.11.2016 um 23:31 Uhr
endlich mal eine sehr vernünftige Auffassung; der Halter muss verantwortlich handeln, bestimmte Rassen sind ausgesprochene Spezialisten, z.B. Herdenschutzhunde, Neufundländer, Bernis-Schutzhunde eben; usw. und alle diese speziellen Eigenschaften sind alle im Wolf vereint, die sog. Kampfhunde die ich kennen gelernt habe sind gerade die, welche vollkommenen Gehorsam zeigen, mit anderen Worten der Mensch hat das Sagen und die sind absolut hörig; die kynologische Forschung hat längst erbracht, das der Rassenkult mit Ausrottung bestimmter Rassen, Rasselisten usw.
haltlose Willkür ist und die Natur wieder ärmer wird; unsere Herdis bilden mit ihrem Menschen eine feste Einheit, sie schauen erst zu ihrem Menschen und sie können ihrer Natur entsprechend deeskalieren, denn auch sie wollen leben in Auseinandersetzung mit Wolf und Bär, wo sie manchmal auch ihr Leben geben für andere Arten; Kanton Zug ein Vorbild auch für andere europ. Länder; man kann sowieso nie alles reglementieren und bürokratisch verhindern, das schafft keine Sicherheit; also liebe Halter zeigt und nehmt die Verantwortung selbst in die Hand, bei Herdis eben der Leuchturmblick falls Fremde auf Eigentum, zeigt es an diesem vernünftigen Beispiel allen anderen

Rosy am 19.04.2016 um 18:23 Uhr
Super. Bravo Zuger. Bin sehr dafür, dass Erziehung von Hunden Pflicht is und wenn man den Hund unter Kontrolle hat, soll der seine Freiheit behalten. Manche Besitzer können auch Hunde die an der Leine sind nicht unter Kontrolle halten. Dies is auf den Besitzer zurück zu führen und darauf, dass man den Hund auch ausbildet. Vielen Dank an den Kantonsrat, dass mein Yorkshire noch an verschiedenen Orten seine Freiheit geniessen darf!!

Fuchs Markus am 12.12.2015 um 11:38 Uhr
Ich wäre dafür dass man Kurse für Wanderer obligatorisch machen würde unter dem Motto: Wie verhalte ich mich richtig gegenüber Hofhunden. Das wäre sinnvoller als das ganze Hundegesetz. So gäbe es keine Diskriminierung der Hunde und die Kantone könnten trotzdem noch was verdienen

ladka am 12.12.2015 um 09:32 Uhr
Endlich hat jmd. die Sachlage erkannt und gegen die Hundediskriminierung eingeschritten! Bravo an Zuger! Villeicht wird es ein Denkanstoss auch für andere Kantone, sowie für die breite Masse! Es sind nicht die Hunde die böse geboren wurden. Das Böse steckt nämlich im homo sapiens!

Jim am 12.12.2015 um 08:52 Uhr
Ich find das super das Gesetz in Kanton Zug,das sollte man in Basel auch ein füren, keine Diskriminierung mehr gegen lieste Hunde,alle solen gleich behadeld wertn,ein Gesetz für die ganze Schweiz wäre das beste für alle Hunde Besitzer,das finde ich so,

Oxana am 12.12.2015 um 02:49 Uhr
Super! Ich beneide die Hunde im Zug! Wir leiden im April bis Juli unter Leinenzwang, obwohl ich meinen Hund immer unter Kontrolle habe, egal welche Jahreszeit! Ich frage mich nur, warum gibt es in der Schweiz keine allgemeine Gesetzeregelung für alle Kantone?

Michele am 11.12.2015 um 17:47 Uhr
Wirklich eine super Sache??die anderen Kantone wie ZH, AG ect, wo es Rassenlisten gibt, würden niemals ihre Gesetze aufheben, weil sie daran Geld verdienen..hat mit Vernuft nichts zu tun!!!

Susann am 11.12.2015 um 15:28 Uhr
Es freut mich, dass der Kanton Zug erkannt hat, dass keine Gesetze Bissvorfälle verhindern. Es bleibt zu hoffen, dass Nachbarkantone und andere in absehbarer Zeit auch erkennen, dass nicht Gesetze, sondern der Umgang und die Kenntnis über das Wesen Hund und deren Kommunikationssignale Bissvorfälle verhindern helfen. Für die meisten Vorfällen sind Über-/Unterforderung (die meisten unserer Hunde sind überfordert) oder nicht erkennen der Warnsignale und Missverständnisse (nicht beherrschen der Fremdsprache Hund) und das andere Ende der Leine verantwortlich.
Danke an den Kantonsrat Zug zu soviel Einsicht und Erkenntnis!

Monica Omlin am 11.12.2015 um 14:39 Uhr
Da könnten sich die anderen Kantone eine Scheibe davon abschneiden! Es braucht keine Listen für Rassen, sondern Listen für fehlbare Hundehalter.... Denn das ist das Problem!

Christin am 11.12.2015 um 12:52 Uhr
finde ich ebenfalls super:)
Ich halte meinen pitbull heit 11 jahren und es ist wirklich keine kunst einen solchen hund zu halten,sie sind sehr menschenbezogen und wollen einfacht nur ihr leben geniessen,wie wir alle:)
Diese prolls und möchtegern gangster die diese hunde nur als statussymbol benützen und sie abrichten,würden auch mit halteverbot etc einen "kampfhund" halten,davor wäre niemand geschüzt und nur die anständigen rasseliebhaber würden darunter leiden.danke kt zug für deine vorbildliche entscheidung??

Ben am 11.12.2015 um 12:12 Uhr
Das ist total super denn es sind nicht die hunde die schlecht sind ,,, die menschen dahinter bringen ihnen das bei ...!!!

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