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Texas

Tierärztin tötet Katze mit Pfeil

Haustiere | Samstag, 18. April 2015, sk

In Texas hat eine junge Tierärztin eine Katze mit Pfeil und Bogen getötet. Stolz postete sie auf Facebook ein Foto von sich und dem toten Tier. Nun ist sie ihren Job los.

Die Frau steht mitten im Gestrüpp und hält zufrieden lachend einen Pfeil in der Hand - an dessen Ende hängt ein lebloser Kater. «Mein erster tödlicher Schuss mit dem Bogen, lol. Nur ein streunender Kater mit einem Pfeil im Kopf ist ein guter», kommentierte die junge Frau das Bild, das sie auf Facebook hochgeladen hatte.

Die Frau arbeitete als Tierärztin in Brenham, Texas. Und sie war wohl überzeugt davon, das Richtige gemacht zu haben. In ihrem Post schrieb sie nämlich auch: «Preis für die Tierärztin des Jahres... mit Freude entgegengenommen.»

Streunende Katzen sind nämlich in Texas gar nicht gern gesehen. Die Behörden gehen gegen die Tiere vor, da sie befürchten, dass diese Krankheiten übertragen könnten. Erst im Februar war ein Texaner zu einer Geldstrafe von 900 Dollar verurteilt worden, weil er Streuner gefüttert hatte. Der Mann zahlte die Busse nicht - er zog es vor, neun Tage ins Gefängnis zu gehen («Tierwelt-Online» hat berichtet).

Schockierter Arbeitgeber
Die Tierärztin mit dem Pfeilbogen allerdings bekommt von den Behörden wohl keinen Preis. Stattdessen löste ihr Facebook-Eintrag heftige Proteste aus. So grosse, dass sie ihren Account inzwischen gelöscht hat und das Foto von ihr und dem toten Kater nur noch als Screenshot auf anderen Seiten zu sehen ist, zum Beispiel hier.

Empörte Tierschützer gründeten zwei Facebook-Seiten, auf denen sie fordern, dass der Tierärztin ihre Lizenz entzogen wird und dass die Polizei sie wegen Tierquälerei anklagen solle. Ob das geschehen wird, ist momentan unklar. Klar hingegen ist, dass die Tierärztin ihren Job verloren hat: Aufgrund des öffentlichen Drucks publizierte die Washington Animal Clinic von Brenham eine Presseerklärung, in der sie sich schockiert zeigte und schrieb, die Veterinärklinik und die Tierärztin würden getrennte Wege gehen.

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