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Grossbritannien

Hunde an Hundeshow vergiftet?

Haustiere | Mittwoch, 11. März 2015, Niklaus Salzmann

Die weltweit grösste Hundeshow wird von Skandalen überschattet. Ein Hund starb kurz nach seiner Prämierung. Zudem fordern über hunderttausend Unterzeichner in einer Petition, dass die Gesamtsiegerin ihren Preis abgeben muss.

Am Sonntag ist die grösste Hundeshow der Welt, die Crufts in Birmingham, Grossbritannien, zu Ende gegangen. Der Irish Setter Jagger, der einen zweiten Preis gewann, ist inzwischen gestorben. Gemäss Medienberichten hatte er vergiftete Fleischstücke im Magen. Inzwischen sei auch noch ein Shih Zhu verschieden, der an der Show teilgenommen hatte. Zudem sind mindestens vier andere Verdachtsfälle auf Vergiftung aufgetaucht. Insgesamt hatten 21'000 Hunde an der Show mitgemacht.

Der Kennel Club, der die Hundeshow organisiert, schreibt in einem offiziellen Statement, dass es bisher keine Beweise für ein Vergiftung gebe. Man warte nun auf die offiziellen toxikologischen Ergebnisse. Die Preisgelder an der Show sind mit 100 Pfund (150 Franken) nicht hoch, jedoch können die Besitzer ausgezeichneter Hunde für Tiere aus ihrer Zucht hohe Preise erzielen.

Knopa
Die strahlende Siegerin mit Terrier Knopa, den sie am
Schwanz hochgehoben hat.

Bild: WWI/Crufts

Hund an Schwanz hochgehoben
Die Organisatoren haben sich noch mit einem zweiten Skandal herumzuschlagen. Ausgerechnet der Gesamtgewinner, der Scottish Terrier Knopa, wurde von seiner amerikanischen Hundeführerin an Hals und Schwanz hochgehoben. Das ist in den USA üblich, an der Crufts aber verboten. Innert zwei Tagen haben bereits mehr als 100'000 Personen eine Online-Petition unterzeichnet, mit der sie fordern, dass der Siegerin die Auszeichnung «Best in Shows 2015» entzogen wird.

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