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England

Vierjähriger schreibt Hundedieben einen Brief

Haustiere | Mittwoch, 25. Februar 2015, sk

Der vierjährige Ethan hat vor ein paar Wochen seinen ersten Brief geschrieben. An die «bösen Männer», die seine beste Freundin, den Cockerspaniel Fern, gestohlen haben. 

Fast zwei Jahre ist es her, dass Unbekannte die Hündin Fern der Familie Ferrier in der Nähe Londons gestohlen haben. Für den Sohn der Familie, den damals zweijährigen Ethan, brach eine Welt zusammen. Er hatte Fern über alles geliebt. «Ethan war ganz aufgelöst, als das passierte», sagte seine Mutter Jodie gegenüber der britischen Zeitung «The Telegraph». «Er fragte immer wieder, warum irgendjemand sie uns weggenommen habe.»

Jetzt, mit vier Jahren, hat Ethan gelernt zu schreiben. Und seinen ersten Brief richtete er nicht etwa an Mama oder Papa – sondern an die Hundediebe. Mit grüner Tinte schrieb er: «An die bösen Männer, die Fern genommen haben. Kann Fern jetzt heimkommen, bitte. Ich vermisse sie sehr. Ethan» Daneben legte er eine Zeichnung von Fern und seinen Eltern.

Dem Hund der Royals ähnlich
Ethans Eltern errichteten eine Facebookseite, auf der sie den Brief posteten. Seither geht die rührende Geschichte des kleinen Jungen und seiner gestohlenen Hündin um die Welt. Ethan habe Fern nie vergessen, sagt seine Mutter. «Noch heute fragt er jeden Tag, wie es Fern wohl gehe, und ob sie nun heimkomme – und ich muss ihm immer sagen, dass ich es nicht weiss.»

Die Ferriers glauben, dass Prinz William und Kate Middleton etwas mit Ferns Verschwinden zu tun haben. Im Februar 2013, nur zwei Monate, bevor Fern gestohlen wurde, gingen die beiden Royals nämlich zum ersten Mal mit ihrem Hund Lupo im Londoner Hyde Park spazieren. Lupo und Fern sehen sich zum Verwechseln ähnlich: Beides sind schwarze Cockerspaniel.

Hoffnung dank sozialen Medien
Als die ersten Bilder von Lupo in der Presse auftauchten, stieg die Nachfrage nach solchen Spaniels rasant. Alle wollten einen Hund haben wie William und Kate. Wahrscheinlich, so vermuten die Ferriers, wurde ihre Fern deshalb für Hundediebe erst interessant.

Noch haben Ethan und seine Eltern die Hoffnung nicht aufgegeben, dass Fern gefunden wird. Sie zählen auf die Hilfe von Abertausenden, die ihren Aufruf in den Medien, auf Facebook oder auf Twitter sehen – und darauf, dass irgendwer Fern aufspürt und dank ihres Chips identifiziert. 

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