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Tierschutz

Katzen gefüttert – neun Tage Gefängnis

Haustiere | Donnerstag, 19. Februar 2015, Niklaus Salzmann

Ein 76-jähriger Mann in den USA fütterte streunende Katzen, obwohl dies in seiner Stadt verboten ist. Die Busse, die ihm deswegen aufgebrummt wurde, zahlte er nicht – lieber ging er ins Gefängnis.

Gott habe ihm den Auftrag gegeben, Katzen zu füttern, sagte David Parton laut CBS. Doch die Kleinstadt Gainesville in Texas hatte kein Gehör – streunende Tiere dürfen nicht gefüttert werden. Deshalb hätte Parton 900 US-Dollar zahlen sollen. Doch er weigerte sich. Nicht aus finanziellen Gründen, sondern weil er mit dem Gesetz nicht einverstanden ist. Schlussendlich musste er dafür neun Tage ins Gefängnis.

Sorgen machte dem Mann, dass die Streunerkatzen in diesen neun Tagen nicht gefüttert wurden. Zudem wurden einige der Katzenunterschlüpfe in der Zwischenzeit mit Brettern zugenagelt. Die Stadt befürchtet, das Futter locke Stinktiere und Waschbären an, wie CBS berichtet. Zudem würden die Katzen Schäden anrichten und Krankheiten verbreiten.

Um die Probleme der Stadt mit den Katzen zu lösen, wäre auch eine andere Variante denkbar: Die Katzen könnten eingefangen und sterilisiert werden. Dies will die Katzenschutzorganisation Alley Cat Allies erreichen, die einen Rechtsanwalt eingeschalten hat und David Parton unterstützt. «Es nützt niemandem, unschuldige Leute einzusperren, weil sie Mitgefühlt mit Katzen haben», sagte Becky Robinson, Präsidentin und Gründerin der Organsiation. Die Tierschützer arbeiten nun darauf hin, die Gemeindeordnung von Gainesville entsprechend anzupassen.

Bezirk LA macht vorwärts
Aus einer anderen Gegend der USA ist derweil ein Erfolg zu vermelden. Der Bezirk Los Angeles bereitet einen Erlass vor, der Katzenbesitzer in gemeindefreien Gebieten vorschreibt, ihre Tiere zu sterilisieren. Im Steuerjahr 2013/2014 seien in den Katzenheimen des Bezirks 19'000 Katzen eingeschläfert worden, schreibt «The Santa Clarita Valley Signal». Wenn sich die Katzen weniger stark vermehren, müssten auch weniger getötet werden. Ein entsprechender Erlass für Hunde ist bereits in Kraft.

 

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