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Gesellschaft Schweizer Tierärzte

Katzenchip-Aktion im November

1 Kommentare Haustiere | Mittwoch, 22. Oktober 2014, pd/mg

Anders als bei Hunden ist der Mikrochip zur Identifikation von Katzen nicht obligatorisch. Trotzdem raten die Schweizer Tierärzte dazu – und machen den November zum Aktionsmonat.

«Jedes Jahr verschwinden Tausende Haustiere spurlos. Davon sind rund 80 Prozent Katzen», schreibt die Gesellschaft Schweizer Tierärztinnen und Tierärzte (GST) in einer Medienmitteilung. Landet eine entlaufene oder angefahrene Katze bei einem Tierarzt, hat der in den meisten Fällen keine Möglichkeit, sie ihrem Besitzer zuzuordnen und zurückzugeben. Denn nur jede zehnte Katze in der Schweiz ist mit einem Mikrochip elektronisch gekennzeichnet.

Anders als Hunde, bei denen das «Chippen» obligatorisch ist, müssen Katzenhalter ihre Lieblinge nicht kennzeichnen. Auch eine entsprechende Aufforderung von Nationalrat Pierre Rusconi vor einem Jahr wurde vom Bundesrat abgelehnt: Der Aufwand sei zu gross bei fast anderthalb Millionen Katzen in der Schweiz («Tierwelt Online» hat berichtet).

Der Aufwand, ihr Haustier zu chippen, ist offensichtlich auch vielen Katzenhaltern zu gross, um dies freiwillig zu tun. Immerhin muss dafür ein Tierarzt aufgesucht werden und eine Rechnung von zwischen 50 und 100 Franken bezahlt werden. 

Halsbänder können gefährlich sein
Um ein wenig Anreiz zu schaffen, läutet die GST nun den Aktionsmonat November ein, mit dem Ziel, möglichst viele Katzenhalter dazu zu bringen, ihr Haustier zu chippen. Einerseits können Katzen während dieser Zeit für fünf Franken weniger in der «ANIS»-Datenbank registriert werden. Andererseits bieten Tierärzte (auf freiwilliger Basis) auf das Chippen eine Preisreduktion von rund 25 Prozent, wie die GST schreibt.

Die Tierärzte streichen die Vorteile der elektronischen Kennzeichnung für Katzen heraus: Während Halsbänder und Plaketten oft an Zweigen und Ästen hängen bleiben und eine Gefahr für Katzen darstellen würden, sei der Mikrochip überhaupt keine Behinderung für das Tier. Der Chip in der Grösse eines Reiskorns werde in einem Routine-Eingriff in die linke Halsseite der Katze eingesetzt. Der kleine Eingriff könne schmerzlos und ohne Narkose vorgenommen werden.

Mit einem Lesegerät könne die Identifikationsnummer auf dem Chip abgefragt werden und die Katze ihrem Besitzer zugewiesen werden. Das Chippen bringe nicht nur entlaufene Katzen ihren Haltern zurück, es könne auch für (traurige) Gewissheit sorgen: Da immer mehr Polizeiposten und Kadaver-Entsorgungsstellen ebenfalls mit Lesegeräten ausgerüstet seien, können auch tot aufgefundene Katzen eindeutig identifiziert und ihre Halter benachrichtigt werden.

Laut der GST werden jedes Jahr rund 50'000 Katzen registriert.

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Kommentare (1)

Marianne Rüegg am 29.01.2016 um 14:42 Uhr
Ich habe meine Katze gechippt, aber leider habe ich nach Nachfrage in meiner Wohngemeinde erfahren, dass die toten gefundenen Katzen und Hunde nicht kontrolliert werden ob sie gechippt sind. Solche Mikrochiplesegeräte kosten doch sicher nicht alle Welt, und ein totes Tier abzuscannen braucht auch nicht alle Zeit :-(
Viele Tierbesitzer wären sehr dankbar, wenn sie wüssten wo ihr Tier ist. Das suchen und Monatelange warten würde den Tierbesitzer auch erspart werden. Und die Kosten fürs "Entsorgen" des Tieres könnte auch noch dem Besitzer belastet werden. Was ein Tierliebender Mensch sicher gerne bezahlen würde!!
LG Mari

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