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Tierschutz

Der Notfallpass für Basler Tierhalter

Haustiere | Montag, 13. Oktober 2014, Matthias Gräub

Der Tierschutz beider Basel bietet Tierhaltern seit vergangenem Freitag eine Notfall-Karte an, die sicherstellen soll, dass das Haustier nicht vergessen wird, sollte Herrchen oder Frauchen etwas zustossen.  

Immer wieder, schreibt der Tierschutz beider Basel (TbB) auf seiner Website, passiere einem Tierhalter etwas Unvorhergesehenes: Ein Unfall oder der plötzliche Ausbruch einer Krankheit kann dazu führen, dass das Tier plötzlich alleine zu Hause ist. Und erst dann versorgt wird, wenn etwa jemand aus der Nachbarschaft bemerkt, dass der Hund seit Tagen bellt oder die Katze verwildert aussieht.

Und auch wenn ein Vorfall dem Tierschutz gemeldet wird, sind diesem die Hände gebunden. Ohne polizeiliche Erlaubnis oder Einwilligung der Tierhalter, darf er die Wohnung nicht betreten, um das Haustier zu sich zu nehmen. Um solche Fälle zu vermeiden, hat der TbB am Freitag die Lancierung einer Notfallkarte für Haustiere verkündet. 

Der Kreditkartengrosse Mitgliedschaftsausweis soll die selben Funktionen innehaben wie etwa ein REGA-Ausweis oder eine Organspenderkarte, nämlich, dass im Notfall ohne bürokratische Hürden gehandelt werden und – in diesem Fall – das Leben von Haustieren gerettet werden kann.

Garantie für ein Plätzchen im Notfall
Wie der TbB schreibt, kostet die Notfallkarte inklusive Vereins-Mitgliedschaft 117 Franken pro Jahr (für das erste Jahr 100.-). Im Falle eines Notfalls übernimmt der TbB dafür die Garantie, dass für das Haustier gesorgt wird. Beim Todesfall von Herrchen oder Frauchen wird dem Tier eine neue Bleibe gesucht.

Bei anderen Fällen wird das Tier vorübergehend – kostenpflichtig allerdings – in einer Pension untergebracht und dem Halter nach dessen Genesung zurückgegeben. Auch allfällige Tierarztkosten werden dem Halter laut TbG in Rechnung gestellt.

Ein ähnliches Produkt, die «SOS-Card für Haustiere» gibt es in anderen Kantonen übrigens schon seit fast zwei Jahren. Im Februar 2013 hat die «Tierwelt» mit der Initiantin, Katrin Müller geredet (Siehe «Tierwelt» 6/2013 oder die Webseite).

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