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Millan-Gegner

«Weil es auch anders geht»

20 Kommentare Haustiere | Donnerstag, 2. Oktober 2014 07:00, lic. phil. Bettina Stemmler*

Für viele Hundespezialisten ist Cesar Millan ein rotes Tuch. Bettina Stemmler von der Initiative für gewaltfreies Hundetraining schreibt, warum Millans Methoden veraltet sind – und wie Hunde tierfreundlicher erzogen werden können. 

Wie man in Internetvideos von Cesar Millan sehen kann, verwendete er darin Methoden, die gemäss Schweizer Gesetz klar verboten sind, so beispielsweise Würge-, Stachel- und Elektroschockhalsband, Tritte und Schläge. Legitimiert wird dieses Vorgehen mit überholten Theorien der Rudelführerschaft des Menschen über den Hund. Diese Methoden, die auch andere Trainer als Millan anwenden, sind nicht nur unethisch, sondern entsprechen auch nicht dem aktuellen Stand der Wissenschaft. John Bradshaw fasst die neusten Erkenntnisse in seinem lesenswerten Buch «Hundeverstand» zusammen. 

Im Folgenden einige Gedanken zu häufig gehörten Argumenten, warum es doch gerechtfertigt sei, Hunde zu würgen, zu treten und so weiter.

«Das sind alles besonders schlimme Fälle –
es handelt sich um Hunde, die sonst
eingeschläfert werden müssten»

Unter Schmerz und Angst lernen auch Hunde schlecht bis gar nicht (von Ethik ganz zu schweigen) und schwerste Verhaltensstörungen lassen sich nonaversiv therapieren (die in der Sendung gezeigten Fälle sind nicht speziell «schlimm»). Das hat nichts mit verhätscheln zu tun, sondern ist angewandte Lerntheorie und Ethologie und wird unterstützt von allen grossen Fachorganisationen, Wissenschaftlern und unzähligen praktischen Trainern. Ein Zitat der promovierten Biologin, Dozentin und Trainerin Ute Blaschke-Berthold: «Wer behauptet, dass dieses oder jenes Verhalten nur über Strafe zu erreichen ist, sagt nichts über den Hund, sondern erst mal nur was über seine eigenen Fähigkeiten aus.» 

Gerade Aggressionen, deren Ursache meist Ängste sind, kann man nicht wegstrafen. Man kann mit Einschüchterung, Würgen oder Treten ein Verhalten im Moment unterdrücken, Ängste werden dadurch nicht abgebaut. Millan nennt sein Trainingsziel «entspannte Unterwerfung», aber die Körpersprache zeigt apathische, häufig hochgradig gestresste Hunde, die angststarr sind, sich gar aufgegeben haben, was man dann erlernte Hilflosigkeit nennt, ein psychologisches Phänomen, wenn ein Tier sich in einer völlig auswegslosen Situation aufgibt. Für einen Laien sieht es aus, wie wenn es «funktionieren» würde. 

Ein kompetenter Trainer will keinen fletschenden Hund, den er bestrafen kann, sondern er konfrontiert den Hund mit dem auslösenden Reiz, jedoch in abgeschwächter Form (z.B. anderer Hund auf grösserer Distanz). Der Hund wird für ruhiges Verhalten in dieser Situation belohnt und der Reiz langsam gesteigert (systematisches Desensibilisieren), bis der Hund auch beim ursprünglichen Reiz keine Angst oder Aggression mehr zeigt. Ein seriöser Trainer arbeitet zudem mit einem Tierarzt zusammen, um medizinische Ursachen auszuschliessen. 

«Millan arbeitet nur mit
solchen Hilfsmitteln, wenn sie
schon da sind»

Es ist die Aufgabe des Trainers, dem Besitzer klarzumachen, warum man keine Metallstacheln in den Hund bohren soll. Millan selber hat ausserdem ein Würgehalsband entwickelt, das den Hund an der schmerzempfindlichsten Stelle würgt.

«Das ist kein Schlagen, sondern
 Anstupsen – das ist kein aggressives, sondern
ein entschlossenes Vorgehen»

Die TV-Show ist professionell gemacht und überzeugt den Laien, dass die Hunde «geheilt» seien. Ohne Ton schauend und auf die Körpersprache achtend, sieht man, dass die Hunde das sehr wohl als Gewalt erleben. Ich bin sicher, wenn man ein Kind an die Stelle des Hundes setzen würde, wäre jedem klar, dass so etwas nicht geht. Obwohl eine Einblendung im Bild erscheint, man solle das nicht nachmachen, wird das getan. Dadurch kann es zu gefährlichen Situationen kommen. In einem Video mit Labrador Holly ignorierte Millan alle deutlichen Beschwichtigungs- und Drohsignale und bedrohte den Hund, bis dieser biss, worauf er sagte, das habe er nicht kommen sehen. 

«Man darf Hunde nicht vermenschlichen –
da Hunde untereinander ruppig sein können,
darf man sie härter anfassen»

Hunde empfinden Schmerz und Angst; sie sind Säugetiere wie wir Menschen auch. Darum ist es keine Vermenschlichung, Methoden abzulehnen, die vor 50 Jahren auch in der Kindererziehung noch akzeptiert waren. Es ist vielmehr eine Vermenschlichung anzunehmen, man könne einen aggressiven Hund bestrafen und er würde dadurch lernen, was er «falsch» gemacht hat. Die betreffenden Trainer «verwolfen» den Hund, indem sie überholte Theorien über (Gehege-)Wölfe einfach auf Hunde übertragen und dadurch Gewalt legitimieren. Nonaversives Training ist nicht «antiautoritär» oder «verhätschelnd», man kann dem Hund Grenzen setzen ohne Gewalt oder Einschüchterung. Nur weil manche Hunde manchmal ruppig miteinander umgehen, heisst das nicht, dass wir mit ihnen unsanft sein sollen. Wenn unser Kind ein anderes schlägt, schlagen wir auch nicht zurück. 

Ich glaube, dass Millan Hunde mag und er überzeugt ist, dass diese «Disziplin» nötig ist. Anscheinend hat er es als Kind auch so erlebt. Wie schön wäre es, wenn er über diesen Schatten springen würde – das bräuchte viel Courage! 

*Bettina Stemmler ist diplomierte tierpsychologische Beraterin I.E.T., zertifizierte Hundeinstruktorin HIK-1 und internationale Hundetrainerin Rugaas 

Die «Tierwelt» hat im Vorfeld seiner Show in Zürich mit Cesar Millan gesprochen. Das Interview lesen Sie hier.

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Kommentare (20)

Azurra am 06.11.2014 um 00:57 Uhr
Sorry aber lächerlich und typisch fand ich im bericht das sie hunde und kinder gleichgestellt hat!! Wie kann man so was nur denken!! Hunde sind hunde und bleiben hunde! Ich meine gehts noch?? Ich würde nie meine hunde behandeln wie meine tochter oder umgekehrt! Das käme niemals gut. Und dann fragt man sich noch warum die kinder immer wieder gebissen werden! Man sagt cesar methoden seien veraltet aber komischerweise haben die hunde früher gehorcht! Es gab viel weniger probleme! Komisch oder?

Kohler Jacqueline am 08.10.2014 um 09:25 Uhr
Diese Aussage ist respektlos und anmassend Frau Bettina Stemmler, vielleicht sehen Sie einen Moment lang Cesar Millan's "Schatten" als Chance für einen Blick in den Spiegel ? ""Ich glaube, dass Millan Hunde mag und er überzeugt ist, dass diese «Disziplin» nötig ist. Anscheinend hat er es als Kind auch so erlebt. Wie schön wäre es, wenn er über diesen Schatten springen würde – das bräuchte viel Courage!

Andres am 05.10.2014 um 22:16 Uhr
Die Kritiker von Cesar WOLLEN nicht verstehen und können es nicht, weil Sie das Wesen eines Hundes nicht mehr erfassen können. Analog den Jagdgegnern, welche menschliches in Tiere hinein interpretieren.

M. Magee am 04.10.2014 um 08:12 Uhr
Hallo René W., hier ein Beispiel, wo man sieht, dass er auch Stachelhalsbänder verwendet, ab 05:18 hält er den Hund damit sogar in die Höhe, so dass sich die Metallstacheln in den Hund bohren:
www.youtube.com/watch?v=NSAbRP_es48
Zudem gibt es genug andere Beispiele von Gewalt hier:
www.gewaltfreies-hundetraining.ch/positionspapier-deutsch/videolinks-gewalt-im-hundetraining/

Klar gibt es auch Personen, die intuitiv einen guten Zugang zu Hunden haben ohne Diplom, aber Gewalt anzuwenden zeigt, dass CM keine Ahnung von Neuropsychologie, Lernverhalten und Ethologie hat. Wenn Sie nicht überzeugt sind, dass empirische Fakten (also wissenschaftlich abgesichertes, falsifizierbares Wissen) einen validen Zugang zur Welt bilden, sollten Sie bei einem Blinddarmnotfall besser zu jemandem gehen, der noch nie ein Lehrbuch gelesen und keine Ausbildung gemacht hat, anstatt zu einem Chirurgen und ab heute bitte keinen Strom, kein Auto und kein Computer mehr verwenden - all diese Errungenschaften beweisen, dass der empirische Zugang zur Welt nicht grottenfalsch sein können ...

Eva Windisch am 03.10.2014 um 22:50 Uhr
Meine 5 Hunde sind meine Freunde und nicht meine Gegener oder gar Feinde. Und Freundschaft velangt Liebe, Respekt, Demut, Achtsamkeit und Verlässlichkeit. Und davon bekommen meine Hunde mehr als genug. Was sie mir dafür schenken ist mehr wert als alles Geld der Welt <3

Heike Althaus am 03.10.2014 um 22:38 Uhr
Ich halte nichts davon, die Kommunikation eines Lebewesens zu ignorieren, um ihm dann meinen Willen aufzuzwingen und es einzuschüchtern. Das mache ich bei keinem mir anvertrauten Lebewesen. Dabei ist es unerheblich, ob es sich um unser Pflegekind, oder Hund und Katzen in unserer Familie handelt.
Es gibt ein wissenschaftlich belegtes Lernverhalten, was für alle Säugetiere gleich ist: unter Stress kein Säugetier. Einen Hund einzuschüchtern wäre gleichbedeutend mit meinem Kind das Mathebuch über den Kopf zu hauen, damit es endlich mal ordentlich rechnet.
Damit vermenschliche ich Hund und Katze nicht. Ich berücksichtige lediglich neurobiologische Vorgänge.
Im Übrigen funktioniert es. Wir erziehen ausnahmslos durch positive Verstärkung. Wir setzen als Richtliniengeber (Familienoberhaupt) dennoch Grenzen und stellen Regeln auf.
Niemals würden wir an unser Kind, oder unseren Hund Menschen heranlassen, die aversiv arbeiten.

Karine am 03.10.2014 um 22:09 Uhr
CM liess Videos löschen, in den klar gezeigt wurde, wie brutal er mit den Hunden umgeht. So liess er eine Besitzerin ihren Hund solange würgen, bis der leider dann starb. Wäre mal interessant die von ihm "behandelten" Hund nach 6 Monaten zu sehen. Und es ist keine Entschuldigung zu sagen, die Hunde wären sowieso eingeschläfert worden. Gewalt zeigt nur das eigene Unvermögen auf.

Maja W. am 03.10.2014 um 21:29 Uhr
Christine Sirianni: Sehr gut geschrieben und da kann ich mich als nicht Hundebesitzer anschliessen. Viel Erfolg mit ihrem Rudel!

René W. am 03.10.2014 um 21:10 Uhr
Ich bin mit einem Deutschen Schäferhund aufgewachsen und sage einfach eines: C. Milans Methoden sind richtig und die Besserwisser sollten einmal eine Hundeführer Ausbildung teilnehmen. Bettina Stemmler: Ein Diplom ist noch keine Garantie für richtiges erziehen. Ich stelle ihre Theorie ebenfalls in Frage, denn bei C. Milan habe ich noch nie ein Stachelhalsband gesehen.....

M. Magee am 03.10.2014 um 19:19 Uhr
Danke Tierwelt, dass Ihr die Grösse habt, eine Gegendarstellung von Bettina Stemmler ergänzend zu den vielen Pro CM Zeitungsartikeln zu verfassen. Das Hauptübel ist nicht nur CM, obwohl dieser oft schwammige Aussagen („Energie“) ohne sachlich fundierte Inhalte äussert, sondern das zum Teil überholte nicht mehr der heutigen Wissenschaft entsprechende Grundwissen einiger Hundetrainer.

Christine Sirianni am 03.10.2014 um 12:07 Uhr
Es ist schade wie die Menschheit vorschnell urteilt. Die Fernsehsendungen sind verkürzt, verständlich. Wer Herrn Millan nicht vor Ort kennenlernt, sondern sein Urteil nur nach den Medien fasst, liegt falsch. Man sollte hinter die Kulisse schauen, dann lernt man den Menschen und sein Handeln besser kennen. Aber Menschen sind, in meinen Augen, Opportunisten, Hunde gelegentlich auch. Jeder Halter hat seinem Tier gegenüber eine moralische, sowie soziale Verpflichtung, und sollte diese mit sozialen Strukturen seinem Hund vermitteln, dabei hilft C.Millan. Meine verwandten in Australien, haben durch ihn einen ausgeglichenen Hund.
Es versteht sich von selbst, das der allgemeine Geist ( Verstand ) der in einer bestimmten Gesellschaft herrscht, die Entwicklung
( Einstellung ) der beiden Seiten, pro und contra, bei jedem einzelnen Halter stark beeinflußt. Jeder darf für sich entscheiden, und das ist gut so. Ich bin verdammt stolz auf mein Rudel.

Anita am 03.10.2014 um 09:54 Uhr
Liebe Christiana, Sie schreiben Veränderungen brauchen Zeit. Da gebe ich Ihnen absolut recht. Aber gibt Cesar Millan den Hunden diese Zeit ?? Nein, er will schnelle Erfolge ( das beeindruckt, bringt Zuschauer und das bringt Geld) und dafür ist ihm fast jedes Mittel recht. Am Ende, wenn der Hund aufgegeben hat und gebrochen ist nennt er das "Entspannung" . Zur Belohnung gibt es eine Massage. Ich überlege mir jedesmal wie ich das Problem angegangen wäre. Meine Therapien sähen ganz anders aus. Ich versuche mich aber auch in den Hund hineinzuversetzen, wie das für ihn sein muss so behandelt zu werden. Wieviel Vertrauen hat ein Hund der so behandelt wird noch in seine Menschen ? Ist ein unerwünschtes Verhalten das man einfach unterdrückt therapiert ? Was ist mit der Ursache, dem Auslöser ? Für eine gute Behandlung gehört Wissen, Ruhe und Zeit dazu, Ehrgeiz und Profitdenken sind dabei aber fehl am Platz.

Christine Sirianni am 03.10.2014 um 01:49 Uhr
Hunde, z.B. aus dem Tierschutz, die in ihrem späteren Leben beißen, haben sich in den meisten Fällen, unbegrenzt und unkorrigiert entwickelt, sind also nicht geschlagen oder misshandelt worden. Daher ist das Halsband von C.Millan, für Hunde angenehmer zu tragen, als ein Halti. Es ist übrigens kein Würgehalsband.
Ein Diplom oder Zertifikat sagt nichts über die Fähigkeiten, und erst recht nichts über die Seele und Kompetenz eines Trainer-in aus.
Wenn Intelligenz und innere Ruhe zusammenklingen, wird so manches Handeln konstruktiv ( evtl. daher der Erfolg von C. Millan ).
Mit Wissen und Bildung, können wir lernen, die Ansichten und Praktiken anderer zu respektieren, ohne Doppelmoral. Empathie ist nicht zur Stärkung von Mitgefühl wichtig, sondern für jeglichen Umgang mit anderen.Haben wir Schwierigkeiten mit jemanden, ist es hilfreich sich in die Lage des anderen hineinzuversetzen und abzuwägen, wie man selbst in einer solchen Situation reagieren würden, statt gleich negativ zu urteilen.
Wir sollten uns ebenso im Klaren sein, dass Veränderungen, im Verhalten unserer Hunde, sich nicht in Kürze einstellen, Entschlossenheit, Anstrengung und Zeit gehören dazu.
Ich wünsche Herrn C.Millan weiterhin viel Erfolg, Danke.

Carolina Jaroch am 02.10.2014 um 23:48 Uhr
In einer Verhaltenstherapie wird nicht nur belohnt oder bestraft: Primär geht es darum, emotional angenehme Verknüpfungen zu erzeugen.
Da hat der Hund keinen Stress betr. wie ans Futter zu kommen oder ein 'Ignorieren' aushalten zu müssen. Es geht nicht um ein willentliches Handeln des Hundes im Sinne von Erziehung. Das Ziel ist es, den Konflikt zu etwas zu beseitigen. Nur dies ist eine Therapie.
Wenn jemand etwas unangenehmes toleriert, um einer Strafe zu entweichen oder an eine Belohnung zu gelangen, der empfindet das, was er soeben toleriert hat dadurch nicht plötzlich als angenehm, im Gegenteil: Die Wut staut sich, irgendwann kann man nicht mehr und schlägt dann aus dem Nichts heraus erst recht zu. (Bsp. Sekretärin wird vom Chef begrabst, sie toleriert es, weil sie ja weiterhin ihren Lohn(Belohnung) will oder den Job nicht verlieren möchte(Strafe)... Irgendwann kann sie nicht mehr und gibt ihm eine Ohrfeige.)
Deshalb tickende Zeitbomben, irgendwann haltens sie Tiere nicht mehr aus...
Ziel sollte es also sein, an den Emotionen der Tiere zu arbeiten und Vorwarnungen ernst nehmen( wwnn Sekretärin Distanz nimmt, sie auch sein lassen, denn sie hat ihren Grund!); nur dies ist dem Tier gegenüber fair!
Tja... Über Schmerz und Druck ist dieses Ziel bestimmt nicht erreichbar. (Der Chef könnte zum Beispiel jedes Mal, wenn er kommt, einen tollen Snack bringen; dann würde sie sich über seine Besuche freuen-Liebe geht nunmal über den Magen!) :-)

Angelika am 02.10.2014 um 23:13 Uhr
CM scheint vor allem diejenigen Menschen anzusprechen, welche eine Leaderfigur brauchen. Millan's Konzept wird dann ohne Skrupel und Hinterfragen am Hund angewendet. Den eigenen Umgang mit dem Hund selber zu beleuchten, ehrlich zu reflektieren, seriöse Trainingspläne zu erstellen, dem Hund Zeit geben umzulernen braucht viel Geduld und Disziplin auf beiden Seiten. Viel einfacher sind da die "Hauruckmethoden", welche unter dem Decknamen Erziehung nach dem Rudelprinzip auch noch den menschlichen Frust entschuldigend anwenden lassen.
Wer sein Tier wirklich liebt, ist bestrebt dass es ihm gut geht, es sich wohl fühlt und es seinem Menschen vertraut. Vertrauen erreicht man nicht mit würgen, kicken, einschüchtern.

Anke Maria Hofer am 02.10.2014 um 21:47 Uhr
Ich bin sehr glücklich, dass Millans Methoden mehr und mehr auch in den Mediegenauer durchleuchtet und kritisch hinterfragt werden. Seine Methoden sind nicht nur veraltet, sondern, was ich wesentlich schlimmer finde, tierschutzrelevant. Es mag sein, dass in manchen Ländern Starkzwangmittel immer noch eingesetzt werden dürfen, aber hier in D, Ö und in der CH sind die zurecht verboten und das aus gutem Grund. Hunde können viel besser durch belohnungsorientiertes Training lernen, was Hunderte an gewaltfrei arbeitenden Hundetrainern tagtäglich beweisen. Nur muss man sich so mit dem Hund etwas intensiver befassen, aber das dürfte jedem doch der beste Freund des Menschen auch wert sein. Die Aktion, die die "Initiative für gewaltfreies Hundetraining" ins Leben gerufen hat "Tausche TV-Trainer-Ticket für ein Gratis-Hundetraining" (http://www.gewaltfreies-hundetraining.ch/tauschaktion/) finde ich übrigens super und möchte es jedem, der denkt, es geht nur à la Millan, ans Herz legen. Probiert es aus und bildet Euch danach Euer Urteil!

Daniel am 02.10.2014 um 19:44 Uhr
Hallo Roman,

meinen Verstand einschalten... OK

was machen andere trainer um tiere an den menschen zu binden bzw. sie an den menschen zu trainieren? sie verwenden futter und belohnen erst dann wenn der hund das macht was der trainer will. So ist es mir von cesar gegnern erklärt worden, weiteres wird falsches verhalten ignoriert.

hast du überhaupt eine ahnung was alleine das ignorieren für eine kraft hat? die selbe kraft hat auch das futter und es einem hund nur dann zu geben wenn er sich so verhält wie ihr es wollt ist dann besser???

ihr alle die cesar wegen seiner gewalt verurteilt (weil man sie sehen kann) bemerkt nicht, dass es sich bei psychische belastung auch um gewalt handelt. der einzige unterschied der zwischen cm und allen anderen besteht ist, dass er zu dem steht was er macht jedoch ihr nur halbe warheiten verbreitet.

ich als neutrale person sehe so beide seiten der medaille und das ohne jeglichen emotionen. ihr seit emotional so an die tiere gebunden das ihr euch das "nicht sichtbare übel" aussucht und behauptet ohne gewalt für das tier zu handeln obwohl beides eben gewalt ist.

Anita am 02.10.2014 um 18:00 Uhr
Sehr guter Artikel. Wenn man mehr "Energie" darauf verwenden würde den Hund genauer zu beobachten, seine Signale zu sehen und darauf zu reagieren, als "Energie" darauf zu verschwenden sich als Rudelführer und grosser Dominator aufzuspielen und die Hunde mit Druck, Schmerz und Angst zu behandeln, hätten wir weniger Probleme mit den Hunden. Nicht die Hunde machen die Probleme, sondern die Menschen.

Roman Huber am 02.10.2014 um 17:52 Uhr
Bettina Stemmler erklärt klar und kompetent, worum es geht und was bei den von CM drangsalierten Hunden abläuft. Nur schlechte Hundetrainer müssen sich solcher Methoden bedienen, die nur darauf abzielen, den Hund fertig zu machen, bis er kapituliert. Übrigens: solche Shows und Fernsehsendungen werden unter völlig widernatürlichen Bedingungen gemacht, Bilder willkürlich zusammengeschnitten. Also: bitte den Verstand einschalten beim Zuschauen.

Daniel am 02.10.2014 um 12:21 Uhr
ich hoffe euch allen ist bewusst, dass es generell ein einschreiten in die natur gegeben hat was diese probleme verursacht und es generell gewalt ist dies noch weiter zu führen!!!

im gegensatz zu cesar sprechen sich ein paar halblustige "tierschützer" gegen ihn aus weil er nach ihren emotional voreingenommen meinung gewalt ausübt.
wer das große und ganze sieht wird merken das jeder der tiere hält und sie dazu trainiert zwingend beim menschen zu sein sich dieser gewalt gegen die natur stellt!!! Nur der unterschied zwischen cesar und allen anderen die dagegen sind ist, dass er immer noch weiß das es tiere sind und die anderen meinen sie seien menschen.

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