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Gestank

Nie mehr Katzenkot im Gartenbeet

Katzen, Haustiere | Freitag, 26. Mai 2017 08:00, Niklaus Salzmann

Die Nachbarskatze mag noch so herzig sein, doch ihr Kot im Gemüsebeet oder im Sandkasten stört. Es gibt jedoch Mittel, um zu verhindern, dass Katzen Ihren Garten als Toilette benutzen. Wir stellen sie vor.

Katzen sind bekanntlich reinliche Tiere. Sie lassen ihren Kot nicht einfach liegen, sondern vergraben ihn säuberlich. Wieso sie das tun? Dazu gibt es zwei Theorien. Erstens sorgen sie so dafür, dass der Geruch nicht in alle Winde verstreut wird und Fressfeinde anlockt. Zweitens signalisieren sie so ranghöheren Katzen, dass sie deren Dominanz im Revier akzeptieren.

Doch ob verscharrt oder nicht, es gibt Orte, wo Kot stört. Besonders beliebt bei Katzen sind lockere Böden – also Sandkästen und frisch geharkte Gartenbeete. Wir haben einige Tipps zusammengestellt, wie Sie Katzen aus Ihrem Garten vertreiben können.

Dornen und Gitter
Eine einfache Methode, um Beete vor Katzenkot zu schützen, ist das Zudecken mit einem Kompostgitter. Die von ihnen angesäten Kulturpflanzen wachsen durch das Gitter hindurch, dieses verunmöglicht aber den Katzen das Scharren, wodurch der Platz an Attraktivität als Toilette verliert. Als Abdeckung eignen sich auch Brombeerranken und andere stachlige Pflanzen. 

Düfte
Es gibt eine ganze Reihe von Düften, die bei Katzen unbeliebt sind. Das strategisch geschickte Anpflanzen von Harfenstrauch («Verpiss-dich-Pflanze»), Storchschnabel, Weinraute oder Zitronenverveine an den Ecken der Beete hält Katzen fern. Derselbe Effekt lässt sich durch das Verstreuen von Kaffeesatz oder Pfeffer und das Sprühen von Apfelessig erzielen. Auch Knoblauch mögen Katzen nicht – und wenn sie Knoblauchzehen vergraben, können Sie sich zwei Jahre später erst noch an der Ernte erfreuen.

Wasserstrahl
Um Katzen zu verscheuchen, bietet sich die Wasserpistole als wirksames Mittel an. Dasselbe funktioniert natürlich auch mit dem Gartenschlauch – aber richten Sie den Strahl nicht direkt auf die Katze, da sie sonst verletzt werden könnte. Bei beiden Varianten müssen Sie allerdings vor Ort sein und die Anwesenheit der Katze bemerken. Der Schweizer Tierschutz (STS) empfiehlt deshalb Wasserstrahl-Tiervertreiber, die von einem Bewegungssensor ausgelöst werden und automatisch abspritzen, was an ihnen vorbeigeht.

Ultraschall
Eine weitere technische Methode sind Ultraschallgeräte, die ebenfalls mit Bewegungssensoren ausgestattet sind und bei Auslösung einen Ton in einem Frequenzbereich, der von Menschen nicht wahrnehmbar ist, von sich geben. Wichtig ist, dass die Frequenz genügend hoch eingestellt ist, um tatsächlich keine Menschen zu stören. Der STS rät allerdings von derartigen Geräten ab, da möglicherweise andere Tiere wie Igel, Fledermäuse und Vögel gestört würden.

Keines der genannten Mittel wirkt hundertprozentig. Gerade wer manuell Wasser verspritzt oder Pfeffer verstreut, muss eine gute Portion Hartnäckigkeit mitbringen. Manche Katzenfreunde empfehlen eine interessante Alternative zum Vertreiben: Richten sie den Katzen eine einladende Freilufttoilette in einer Ecke des Gartens ein, wo es nicht stört. Graben Sie dazu eine kleine Grube und füllen Sie sie mit sandiger Erde. Ob die Katze die Einladung annimmt, bleibt offen – Katzen haben bekanntlich ihren eigenen Willen.

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