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Wohnung voller Fallen

10 Haushalts-Gefahren für Ihre Katze

1 Kommentare Katzen, Haustiere | Freitag, 6. Mai 2016, Andrea Trueb

Im Haushalt lauern für Katzen allerlei Gefahren. Die meisten lassen sich ohne viel Aufwand entschärfen oder aus der Welt schaffen. Umso sinnvoller ist es, sich die häufigsten Ursachen für Unfälle immer wieder mal bewusst zu machen. 

Kippfenster
Schräg gestellte Fenster sind für die Katze fatal. Wenn sie nach draussen klettern will, kann sie in der nach unten schmaler werdenden Öffnung klemmen bleiben und sich ernste Verletzungen zuziehen oder gar an Ort und Stelle verenden. Laut dem Bundesamt für Gesundheit soll zwei- bis dreimal täglich fünf bis zehn Minuten bei vollständig geöffnetem Fenster quer gelüftet werden. Auf das Lüften per Kippfenster kann also getrost – und nicht nur der Katze zuliebe – verzichtet werden.

Balkone
Katzen sind zwar für ihren guten Gleichgewichtssinn und ihre Kletterfähigkeiten bekannt. Trotzdem können sie abstürzen. Besonders gefährdet sind junge, unerfahrene Tiere. Balkone und Terrassen sollten daher mit feinmaschigen Netzen oder einem Gitter abgesichert werden. Fenster sollten nur geöffnet werden, wenn der Halter da ist. Und: Bei offenen Fenstern und Türen droht nicht nur Absturzgefahr. Ein kurzer Luftzug genügt, und die Türe knallt zu. Stopper verhindern, dass die Katze eingeklemmt und verletzt wird.

Küche 
Das Herumspazieren auf Küchen-Arbeitsflächen birgt für Katzen einige Gefahren wie etwa heisse Herdplatten, Töpfe mit heissem Wasser oder gar Öl und heisse Speisen. Messer, offene Konservendosen mit scharfen Kanten und mit Bratensaft getränkter Bindfaden kommen hinzu. Katzen sollten daher konsequent von der Arbeitsfläche ferngehalten und jedes Mal auf den Boden gesetzt werden, wenn sie raufspringen. 

Wasser 
In der Badewanne, in der WC-Schüssel, im Gartenteich, im Regenwasserfass, im Plastik-Planschbecken und nicht zuletzt im Pool können Katzen ertrinken. Insbesondere kleine Katzen müssen beaufsichtigt und mögliche Gefahrenquellen gesichert werden – etwa indem das Planschbecken über Nacht geleert, der Toilettendeckel geschlossen, das Regenwasserfass mit einem Deckel und der Teich mit einem feinmaschigen Gitter gesichert wird. Auch ein Brett als Ausstiegsrampe kann die Gefahr des Ertrinkens entschärfen. 

Wäschetrockner
Warm, weich und höhlenartig – und trotzdem kein guter Schlafplatz (auch wenn die Wäsche so gut nach Mensch riecht). Am sichersten ist es, seine Katze nie in Waschmaschine oder Trockner schlafen zu lassen, damit sie sich gar nicht erst daran gewöhnt. Vor dem Anstellen trotzdem immer kurz checken, ob die Maschine «katzenfrei» ist. 

Grünzeug
Viele Pflanzen sind für Katzen giftig. Wer sein Wohnzimmer oder den Balkon begrünen will, sollte sich im Fachhandel informieren – oder sich auf Katzengras beschränken. Die unten genannte Website hilft, giftiges Grünzeug zu erkennen. Auch Spritzkannen mit düngerhaltigem Wasser müssen von Katzen ferngehalten werden, ebenso wie Schnittblumenwasser und Blumenuntersetzer, in denen sich belastetes Wasser angesammelt haben könnte. Denn die meisten Katzen trinken aus allen erdenklichen Wasserbehältern – nur nicht aus ihrem Napf.

Medikamente und Putzmittel
Katzen neigen eigentlich nicht dazu, alles Mögliche einfach mal zu fressen. Trotzdem kommt es vor – auch weil manche Gifte für Katzen offenbar angenehm schmecken. Putzmittel, Mottenkugeln, Farben, Frostschutzmittel, Ratten- und Mäusegift, Lacke, Medikamente, Dünge- und Pflanzenschutzmittel sollten für Büsi unerreichbar aufbewahrt werden. Laut dem Schweizer Tierschutz sind Katzen empfindlicher auf die meisten Giftstoffe als Hunde. Katzenhalter müssen also besonders vorsichtig sein. Medikamente für Menschen sollten auf keinen Fall ohne Rücksprache mit dem Tierarzt an Tiere abgegeben werden. Eine einzige Aspirin-Tablette ist beispielsweise für eine vier Kilogramm schwere Katze tödlich. Katzen können sich auch indirekt vergiften, indem sie kleine Beutetiere fressen, die vorher giftige Stoffe aufgenommen haben. Im Zweifelsfall umgehend den Tierarzt aufsuchen. Besonders heikel: Katzen ziehen sich bei Schmerzen gerne zurück, was ein rechtzeitiges Eingreifen erschwert.

Regale
Was herumsteht, wird erklettert – umso wichtiger ist es, Regale an der Wand zu fixieren. Kippt ein Möbelstück um, kann viel passieren. 

Fäden und Gummibänder
Verschluckbare Spielsachen wie Gummibänder oder Haargummis können zum Darmverschluss führen. Fäden, Wolle und dünne Schnüre sind lustige Spielzeuge – die nach dem Gebrauch dringend weggeräumt werden müssen. Katzen können sich verheddern, Glieder abschnüren oder sich gar erdrosseln. Nicht zuletzt droht die Gefahr, dass das Tier den Faden verschluckt. Dann unbedingt sofort den Tierarzt aufsuchen und auch wenn ein Stück des Fadens noch zu sehen ist, auf keinen Fall daran ziehen (Gefahr von tödlichen Verletzungen in Rachen und Verdauungstrakt). 

Nahrungsmittel
Kaffee, Tee und Schokolade enthalten Koffein und Theobromin, welche vor allem für Hunde hochgiftig sind. Katzen sind auf diese Stoffe zwar weniger empfindlich, sollten sie aber trotzdem nicht fressen. Knoblauch, Zwiebeln und Bärlauch sollten ebenfalls vermieden werden (es drohen akute Vergiftung oder Blutarmut). 

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Kommentare (1)

Paul am 07.05.2016 um 18:35 Uhr
Warum "verenden" bei euch die Tiere? Immer noch die Arroganz der letzten Jahrhunderte ? Meine Tiere sind gestorben, nicht anders als mein Vater und meine Mutter, und sie waren mir genauso viel Wert.

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