Tipps
› Zurück

Tierschutz

Geteilte Meinungen zur Kastrationspflicht

27 Kommentare Katzen, Haustiere | Donnerstag, 20. August 2015 09:00, Monika Zech

Ist die Kastrationspflicht für Freigänger das richtige Mittel, um gegen eine ungesunde Vermehrung der Katzen vorzugehen? Zu dieser Frage herrscht Uneinigkeit – selbst unter den Tierschützern. 

Eine weibliche Katze ist ab etwa sechs Monaten geschlechtsreif. Unkastriert kriegt sie ab dann jährlich zweimal, manchmal auch dreimal Junge. Pro Wurf zwischen zwei und sieben. Angenommen, es sind durchschnittlich vier pro Wurf und das zweimal im Jahr, hat diese Katze im Alter von fünf Jahren bereits 40 Katzen geboren. Vermehren sich diese ebenso ungehindert wie ihre Mutter, kommen nach zwei, drei Jahren allein aus diesem einen Stamm jährlich ein paar Hundert Katzenbabys zur Welt. 

Wo sollen sie alle leben? Wer nimmt sich ihrer an, füttert sie, sorgt für ihre Gesundheit, gibt ihnen ein Zuhause? Gemäss Schätzungen leben in der Schweiz 100'000 bis 300'000 Katzen, die sich selbst überlassen sind. Und wenn nicht die Tierschutzorganisationen Network for Animal Protection (NetAP) und der Schweizer Tierschutz (STS) seit Jahren und oft auch gemeinsam Kastrationseinsätze durchführen würden, gäbe es noch unzählige mehr von diesen vernachlässigten, häufig krank vor sich hin vegetierenden Tieren. Deshalb lassen verantwortungsvolle Katzenhalter, die nicht bewusst züchten wollen, ihre Büsis kastrieren. Freiwillig.

In Österreich seit 2005 obligatorisch
Doch das genügt nicht allen. In letzter Zeit mehren sich die Stimmen, die eine Kastrations­pflicht für Freigängerkatzen fordern. In Österreich gibt es diese Pflicht bereits seit 2005, in Deutschland auf kommunaler Ebene mittlerweile in rund 300 Gemeinden. Die Befürworter der Kastrationspflicht stammen vor allem aus tierschützerischen Kreisen; ihr Hauptargument: So könne man die Vermehrung der wilden Katzenkolonien und damit auch das damit einhergehende Elend stoppen. Das wollen zwar alle, denen das Tierwohl am Herzen liegt, doch ob die Kastrationspflicht das richtige Rezept ist, bezweifeln einige.

«Grundsätzlich würde unsere Organisation diese Pflicht begrüssen», sagt beispielsweise Heinz Lienhard, Präsident des Schweizer Tierschutz STS, «weil die Kastration unbestritten die Lebensqualität einer Katze erhöht. Nur lösen wir so das eigentliche Problem mit den verwilderten Katzen nicht.» Denn gerade die Katzen, für die sich niemand verantwortlich zeigt, würden damit nicht erfasst. «Sondern diejenigen, die mit Menschen in Häusern und Wohnungen zusammenleben. Solche, die – von Ausnahmen abgesehen – gut versorgt und meistens auch kastriert werden.»

Gleicher Meinung ist Caroline Mislin, Tierärztin und Vorstandsmitglied bei der Schweizerischen Vereinigung der Kleintiermedizin (SVK). «Ein Kastrationsobligatorium ändert bezüglich der herrenlosen Katzen nicht viel. Es gibt ja keine Verantwortlichen, die dieser Pflicht nachkämen.» Die SVK setze deshalb weiterhin auf die bisher eingeschlagene Strategie mit den Kastrationseinsätzen, mit vergünstigten Tarifen für die Bauernhofkatzen – und auf Aufklärung: «Man muss den Leuten immer und immer wieder klarmachen, dass es einer Katze besser geht, wenn sie kastriert wird.» Dass sie nicht Sex habe, weil sie das toll findet, sondern, weil der Trieb sie dazu zwingt. Dass eine kastrierte Katze ebenso gut Mäuse fange wie eine unkastrierte und so weiter. Dank dieser Strategie sei die derzeitige Situation einigermassen stabil, sagt Mislin. 

Jungtiere töten ist strafbar
Beim Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) sieht man jedenfalls keine Veranlassung, die Tierschutzverordnung entsprechend abzuändern. Die Hauskatzen-Population sei bereits gesetzlich geregelt, sagt Heinrich Binder von der Abteilung Tierschutz. Die Halter seien verpflichtet, «zumutbare Massnahmen» gegen die übermässige Vermehrung ihrer Tiere zu treffen. Doch was heisst zumutbar? «Die Kastration kann eine der zumutbaren Massnahmen sein», sagt Binder. Sie könne in Einzelfällen auch von den Behörden angeordnet werden, etwa, wenn jemand so viele Katzen «hortet», dass er den Tieren nicht mehr gerecht werden kann. «Die Kastration jedoch allen Haltern vorzuschreiben, wäre ein zu grosser Eingriff in die persönlichen Rechte des Einzelnen und ausserdem weder praktikabel noch kontrollierbar.» Es gebe ja noch andere Methoden der Nachwuchsverhütung. Wer aber, wie das früher gang und gäbe war, die Neugeborenen ertränkt oder erstickt, macht sich strafbar. «Das ist Töten aus Mutwilligkeit und ausdrücklich verboten», so Binder.

Genau das aber werde immer noch häufig gemacht, sagt Esther Geisser, Präsidentin von NetAP. «Noch immer werden jährlich etwa 100'000 junge, ungewollte Kätzchen auf barbarische Weise umgebracht und unzählige ausgesetzt, weil manche Menschen es nicht für nötig finden, Geld für einen Tierarzt auszugeben. Das muss endlich ein Ende haben.» Deshalb brauche es eine Registrations- und für Freigänger-Katzen auch die Kastrationspflicht. Züchter sollten eine kostenpflichtige Bewilligung einholen müssen. «Dann hätte man die Übersicht und Kontrolle über die Katzenpopulation der Schweiz. Ein in der Sache richtiges Gesetz abzulehnen, weil der Vollzug angeblich nicht gewährleistet werden könne, kann kein Argument sein. Das liesse sich regeln.»

Geisser räumt zwar ein, dass es immer welche geben werde, die durch die Kontrolle schlüpften, «aber man hätte dann wenigstens eine Handhabe». Zum Beispiel wenn Mitglieder ihrer Organisation beim Versuch, einem Bauern die Kastration seiner ausser Kontrolle geratenen Katzenpopulation anzubieten, vom Hof gejagt werden. «Eine mit Sanktionen verbundene Kastrationspflicht könnte hier hilfreich sein.»

Bauernhöfe sind laut den Tierschutzfachleuten häufig Orte, wo sich Katzen unkontrolliert vermehren. Zum einen, weil bei manchen Bauern traditionsgemäss Katzen eher eine nebensächliche Rolle im Hofleben einnehmen, zum anderen aber auch, weil es immer wieder Leute gibt, die sich ihrer Katzen bei Bauernhöfen entledigen. So kann ein Bauer sich noch so bemühen, die Vermehrung seiner eigenen Katzen unter Kontrolle zu halten. Wenn immer wieder neue, unkastrierte Tiere bei ihm ausgesetzt werden, ist das ein Fass ohne Boden. Sobald aber eine Population zu gross wird, wandern einzelne Katzen ab und suchen sich ein neues Revier – wo sie sich wiederum rasend schnell vermehren.

Finanzielle Hilfe aus der Staatskasse?
Deshalb, meint STS-Präsident Heinz Lienhard, brauche es weiterhin die Feldeinsätze von STS und NetAP. Er fordert aber dafür – quasi als Alternative zur Kastrationspflicht – künftig finanzielle Unterstützung von Bund, Kantonen und Gemeinden. «Zwar konnten wir durch diese Einsätze in weiten Teilen der Schweiz die Zahl der streunenden Katzen stabilisieren und auch ihren Gesundheitszustand deutlich verbessern», sagt er, aber das Ziel müsse sein, ihren Bestand zu senken. «Sonst kommen wir nie auf einen grünen Zweig.» Das gelinge aber nur, wenn man die Kastrationseinsätze intensivieren könne, «und dafür braucht es die entsprechenden Mittel», sagt Lienhard. Es könne nicht sein, dass spendenabhängige Organisationen wie der STS und NetAP mit dieser Aufgabe alleingelassen würden. Sie handelten schliesslich im öffentlichen Interesse. Allein der STS wende jährlich mindestens eine Viertelmillion Franken für Kastrationen auf. 

Auch Esther Geisser von NetAP hätte selbstverständlich nichts gegen eine Unterstützung aus der Staatskasse für die Kastrationseinsätze, möchte sich primär aber weiterhin für die Kastrationspflicht starkmachen. «Wir haben schon zu viele Katzen in der Schweiz, die Tierheime sind voll und wer eine Katze möchte, wird auch mit einer Kastrationspflicht mehr als genug finden.» Da brauche es nicht noch private Hobbyzüchter, die einmal eine Katzengeburt erleben möchten. «Jedes dieser Jungen nimmt einem anderen im Tierheim die Chance, von jemandem adoptiert zu werden.» Ausserdem, meint Geisser, «könnte man die Einnahmen aus den Zuchtbewilligungen und den Bussen bei Missachtung des Gesetzes für die Kastrationen der Streunerkatzen einsetzen.» 

› Zurück
Kommentare (27)

Hitz Georg am 30.07.2016 um 14:10 Uhr
Behörden und Bauern sind nicht willig etwas zu unternehmen .

Was Behörden anbelangt ist es so , wer nicht lernwillig ist auch nicht lernfäig .

Die Lustlosigkeit der Behörden ist schon lange bekannt !

Vivi am 13.06.2016 um 11:30 Uhr
Kastration unterbindet den Geschlechtstrieb, der den Katzen KEINEN Spass macht und KEINE sozial stabilisierende Rolle spielt wie bei Primaten zum Beispiel. Aber - eine unterbundene Katze kann durch Dauerrolligkeit ohne dass sie Kitten austragen kann schwer körperlich und seelisch erkranken. Ein Kater mit Geschlechtstrieb, unabhängig ob er fruchtbar ist, widmet sich praktisch fast nur diesem Trieb in der Sommerzeit. Dabei ernährt er sich schlechter, achtet weniger auf den Verkehr, kämpft mehr und fängt sich dadurch Infekte ein... Es spricht bei einer Katze nichts, aber auch gar nichts für die Sterilisation und viel für die Kastration. Sterilisation wird nur durch ideologische Argumente und eigene Kastrationsängste gestützt, genauso die Ablehnung der Kastration für Freigänger, oder generell Katzen, mit denen nicht verantwortungsvoll - und das betrifft in erster Linie die Zukunft der Kitten - gezüchtet werden soll. Kastration ist dringend anzuraten vom Tierschutz her gedacht.

Gloria85 am 21.03.2016 um 12:44 Uhr
Warum wird eigentlich nie die Alternative zur Kastration nämlich die STERILISATION in Erwägung gezogen? Eine Geburtskontrolle muss, genau so wie bei den Menschen, auch bei Katzen sein. Klar. Aber im Gegensatz zu Menschen, die die Pille, Diaphragma etc nehmen soll eine Katze gleich kastriert werden. Und damit nicht nur erreicht, dass sie sich nicht mehr vermehren können( was in vielen Fällen gerechtfertigt ist) sondern auch zu asexuellen Enunchen gemacht!!!!! und ihrem natürlichen Trieb beraubt!!!! Streunerkätzinnen sollten natürlich unfruchtbar gemacht werden, weil das letzte was sie brauchen sind kleine Kätzchen, aber es wird ja auch jeder katzenbesitzer angegriffen, der seine katze einmal werfen lässt. Dann wird behauptet" Wie kannst du nur, es gibt soviele arme Katzen vorallem im Tierheim! Alles Quatsch, dann müsste man auch jeden menschen unfruchtbar machen, weil es gibt auch viele Kinder die durch Babyklappen geschoben werden oder von ihren Eltern weggenommen werden müssen, weil die sie misshandeln oder Drogensüchtig sind. Außerdem, überlegt mal logisch, Katzen haben eine Lebenserwartung von 12-20 Jahren, wenn ALLE Katzen kastriert/ sterilisiert wären, gäbe es auch keine Katzen mehr im Tierheim, klar. Aber es gäbe GAR KEINE Katzen mehr!!!!!! ich kenne zwar nicht die genaue Prozentzahl aber ich vermute ca. 75% inkl. Pensionstiere und Tiere die sofort von ihrem Besitzer abgeholt werden, haben noch nie ein Tierheim von innen gesehen! Ich glaube dahinter stecken die Rassekatzenzüchter. Für die sind die EKH natürlich Bastarde, vermehren dürfen sich nur teure Deckkatzen mit Papieren, mit denen verdient man die fette Kohle und alle Anderen werden zu asexuellen Enuchen gemacht!!! Aber ich glaube, das ist nur ein vorgeschobener Grund. Vordergründig geht es den Katzenbesitzern um " unangenehme " Verhaltensweisen der Katzen,. Sie sehen ihre Tiere als Spielzeug und nicht als Lebewesen die ganz normale Triebe haben und der Sexualtrieb gehört dazu. Auch wenn die Sexualität von katzen nicht mit denen eines verliebten Menschenpaares vergleichbar ist, die aus Liebe und Zuneigung miteinander schlafen, so macht Sex auch den Katzen ( besonders den Katern) Spaß. Wer seiner katzen gesunde Organe abschneidet und ihnen ihren natürlichen Trieb nimmt, der muss nicht von Tierliebe sprechen. Der sollte sich mal überlegen, ob er wolle, dass man das mit ihm macht. Meine devise: STERILISIEREN STATT KASTRIEREN!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

Paul Stahlberg am 31.08.2015 um 08:59 Uhr
Auf jeden Fall für die Kastrationspflicht, dem Tier zu Liebe. Katzen und Katzenhalter bekommen kein besseres Image, wenn es immer mehr Tiere gibt.

Stahlberg Marianne am 31.08.2015 um 08:23 Uhr
Eine Kastrationspflicht muss zwingend sein. Ich stimme eindeutig für JA!

M Hangartner am 29.08.2015 um 17:11 Uhr
Kastration sollte obligatorisch sein!Wenn man das Elend erlebt von den verwilderte KatzenAuch jegliche Art von Katzenhaltung wird durch die Kastration von unsren Vierbeiner wesentlich vereinfacht
M Hangartner

F. Brüschweiler am 28.08.2015 um 15:02 Uhr
Ja Kastrationspflicht muss sein.

Caroline L. am 26.08.2015 um 18:58 Uhr
Unbedingt! Eine Kastrationspflicht ist der einzig richtige Weg! Es gibt genug Katzenleid durch verantwortungslose Menschen. Ich habe selber Katzen - alle entweder chronisch krank, verletzt, vernachlässigt und z.T. unkastriert von irgendwelchen verantwortungslosen, meist unbekannten Vorbesitzern übernommen. Das muss nicht sein! Eine Kastrationspflicht inkl. Chipflicht verhindert nicht alle solchen Fälle, aber sie minimiert sie zumindest und bietet eine gesetzliche Handlungsgrundlage.

Andrea Wellenzohn Tierschutzverein Regon.Wartau am 25.08.2015 um 22:25 Uhr
Hallo miteinander, eine Kastrationspflicht, von mir aus auch noch Mikrochippflicht für Katzen ist die einzig sinnvolle Lösung um das Katzenelend endlich in den Griff zu bekommen. Seit vielen Jahren investieren Tierschutzorganisationen sehr viel Geld in Kastrationen von Katzen. Und sehr viele Tierschützer verbringen ehrenamtlich Tage/Wochen um die teilweise verwilderten Tiere einzufangen. Ein Tropfen auf den heissen Stein und doch ein Erfolg mit jeder Katze die man kastrieren konnte. Mit einer Kastrationspflicht würden die Personen die diese Sauerei verursachen zur Rechenschaft gezogen bzw. müssten Ihre Katzen kastrieren - was die einzig wirkliche Lösung ist....und Aussterben werden die Katzen ganz bestimmt nicht, das ist ja wohl die dümmste Aussage die ich je gehört habe.....

J.Annasohn am 25.08.2015 um 12:48 Uhr
Es hat viel zu viele Katzen in der Schweiz und das nur weil vor allem .die Bauern nicht kastrieren. Denn Katzen bringen ja kein Geld und keine Subventionen. Nur eine Kastrationspflicht kann Abhilfe leisten. Wer mit der Zucht von Tieren sein Geld verdient ist ganz sicher KEIN Tierfreund. Denn wenn man nur einen Funken Verstand hat, der weiss, dass es sicher nicht noch mehr Katzen braucht, jede Zuchtkatze nimmt einer vom Tierheim den Platz weg. Ich habe selber vier Katzen aufgelesen und eingefangen von der Strasse.

Claudia Zürcher am 25.08.2015 um 10:15 Uhr
JA

Beatrice Hafner, Samtpfoten in Not am 25.08.2015 um 10:00 Uhr
Es geht nur über eine Kastrationspflicht. Nicht nur Bauernhöfe sind ein Problem, nein es gibt mittlerweile auch ganz viele Private, die absichtlich Jungtiere produzieren um sie dann anschliessend für viel Geld, ohne Gegenleistung wie Test oder Impfung, an Interessenten zu verkaufen. Auch Züchter sind keine Tierfreunde, denn es werden nur Tiere nach den Vorstellungen des Menschen produziert und entsprechen sie nicht dem Rassestandard sind sie nichts wert. Alle paar Jahre werden die Zuchttiere dann verkauft, weil sie dem Menschen nicht mehr dienen. Wären diese Züchter alle so tierlieb wie sie tun, würden sie heimatlose Katzen aufnehmen und nicht noch zur Vermehrung beitragen. Wir haben auf dieser Welt Millionen von heimatlosen Katzen und ausser dem privaten Tierschutz interessiert das die Wenigsten. Es ist eine Schande, dass sich die Politik und viele der eigentlich fürs Tierwohl zuständigen Veterinärämter sich immer noch gegen eine Kastrationspflicht wehren, ja sie sogar für überflüssig halten. Was sind das für Tierärzte an solchen Stellen, die wissentlich jede Verbesserung zum Wohl des Tieres verweigern und sich lieber darüber Gedanken machen, ob es dem Menschen wohl zumutbar ist, die Kastrationspflicht aufzuerlegen. Veterinärämter schauen lieber zu wie Katzen verwahrlosen, elendiglich zugrunde gehen immer mit dem Hinweis, dass sie ja keinen wirklich greiffenden Gesetzesartikel haben, dagegen vorzugehen. Anstatt sich dafür einzusetzen, dass diese Artikel geschaffen werden, schieben sie die Arbeit den privaten Tierschützern ab, die alles auf eigene Kosten und Zeit, nebst einer geregelten Arbeit als Zweitjob, erledigen. Es ist ein Armutszeugnis für die Schweiz. Andere Länder gehen vor wie Belgien oder Oesterreich und viele Gemeinden in Deutschland erlassen Notgesetze, dies muss auch in der Schweiz möglich sein.

Sonia.C am 25.08.2015 um 08:46 Uhr
Das kastrieren mus ein Muss werden,und das Chipen auch.

A. Grau am 24.08.2015 um 21:35 Uhr
Ich kann Edith Zellwegr (Kommentar 24.08.2015 um 11:41 Uhr) nur beipflichten. In Frankreich wohnend kenne ich das Problem nur zu gut! Schon vor 10 Jahren gab es in diesem Land 30 Millionen Streuner. In meiner unmittelbaren Nachbarschaft vermehrten sich die Katzen „wie die Fliegen“. Ich habe eine Katzenfalle gekauft, so konnte ich einige Katzen (auf meine Kosten kastrieren). Viele dieser kranken Katzen, die ich monatelang gepflegt habe, habe ich fotografiert. Als sie fit waren konnte ich sie an schöne Plätze ausserhalb Frankreichs platzieren. Wenn es keine ehrenamtlichen Tierfreunde gäbe, wäre das Elend noch viel grösser! Uebrigens wäre ich auch für eine Kastrationspflicht von Hunden (Hündinnen)! Was brauchen Privatleute Hunde zu vermehren! Züchten heisst bei Hunden wie bei Katzen etwas von Genetik zu verstehen. Wenn oft nicht einmal Züchter eine Ahnung von Genetik haben, wie sollten Private etwas verstehen. Dies sind schlicht und einfach Vermehrer, die auf dem Buckel von Welpen Geld verdienen wollen. Elke Heidenreich (Buchautorin) sagt es richtig: „Die Qual misshandelter Tiere fällt auf uns. Ein Mensch, der Tiere quält und ausbeutet, kann keinen Frieden finden und keinen geben. Wir sind Teil ein und derselben Welt."

Irmgard Steimann am 24.08.2015 um 17:33 Uhr
Kastrieren ist die einzig richtige Lösung um Tierleid zu verringern!

S. Hegner-von Gunten am 24.08.2015 um 16:32 Uhr
Wer die Natur und die Tiere liebt der KASTRIERT!

Cornelia Lang am 24.08.2015 um 13:10 Uhr
Auf jeden Fall muss das Kastriern der Freigänger-Katzen obligatorisch werden. Der Natur und den Tieren zuliebe.

Edith Zellwegr am 24.08.2015 um 11:41 Uhr
Selbst verständlich muss eine Kastrationspflicht eingeführt werden und zwar nicht nur für Freigängerkatzen sondern auch für Wohnungskatzen und für Hunde. Ebenso gehört für Hunde und für Katzen ein mehrjähriges Zuchtverbot eingeführt. Und nach Ablauf dieser Frist, dürften nur noch Leuten mit strengen Auflagenzüchten und dazu müssen sie mit hohen Gebühren belegt werden. Ich persönlich bin gegen das Züchten von allen Arten und Rassen von Tieren! Tier sind nicht unsere Sklaven!

Was mich an diesem Artikel besonders stört, ist, die Behauptung, dass wir es hauptsächlich dem STS und der NetAP zu verdanken hätten, dass es nicht noch mehr Strassenkatzen in der Schweiz gäbe. Dies stimmt absolut nicht! Die Drecksarbeit im Tierschutz sowie auch das Durchführen von Kastrationen machen in der Schweiz hauptsächlich immer noch die anderen Tierschützer, die weder mit dem STS noch mit der NetAP etwas zutun haben! Gerade in unserer Region tut der STS und die NetAP wenig bis gar nichts gegen das immense Katzenelend. Nicht einmal der Tierschutzverein, der dem STS angeschlossen ist, tut etwas dagegen und wenn, dann lassen sie die Katzen töten! Wer bei uns hier kastriert, sind der Tierschutzverein Wartau, der Katzenschutzverein Buchs und die Aktive Tierschutzgruppe Salez ATS. Auf all die anderen Tierschutzvereine in unserer Region können wir alle pfeifen und die gehören allesamt dem STS an!

eveline Bader am 24.08.2015 um 11:17 Uhr
Kastrationszwang muss sein .

ursula weber am 24.08.2015 um 11:17 Uhr
Kastrationspflicht MUSS SEIN! Nur so haben die sicher trotzdem "entstehenden" Bauernhof-Katzen eine Chance auf einen Lebensplatz in einer behüteten Situation. Wer eine Katze möchte, muss dann eine aus dem Heim holen oder eine Rassekatze kaufen.
Der Staat sollte unbedingt die Kastrationseinsätze bei verwilderten Katzen unterstützen. Alle kastrierten Katzen müssen sichtbar gekennzeichnet werden. In Spanien wird zu diesem Zweck ein kleines Stückchen Ohrspitze amputiert. eine Tätowierung im Ohr wäre vielleicht auch möglich...

P.Keller am 24.08.2015 um 09:01 Uhr
Ich liebe die Natur und die Vogelwelt, darum bin ich für eine Kastrationspflicht für Katzen. Man muss nicht 5-10 Katzen haben um ein Tierfreund zu sein. Lieber ein Freigängerbüsi und dem wirklich gut schauen und das EIN LEBEN LANG!

Beatrice Baumann am 24.08.2015 um 08:58 Uhr
Kastrationspflicht für Freigänger ist die einzig richtige Lösung. Belgien hat diese gerade erst kürzlich ebenfalls eingeführt. Tierschützer opfern sich auf bei Kastrationseinsätzen und der Pflege von kranken und verwilderten armen Seelen. Verantwortungsbewusste Tierfreunde unterstützen es mit Spendengeldern! Und der Staat ?! oder ein grosser Teil der Tierärzte !! sie schauen weg !! Würde ein Tierarzt seine Kunden besser Informieren und rechtzeitig mit 5-6 Mte zur Kastration raten, so gäbe es viel weniger unerwünschten oder unüberlegten Nachwuchs. Aber eben, könnte ja einen Kunden verlieren. Der Staat. die Gemeinden und Behörden, sie kostet es nichts, also warum etwas unternehmen!! Wer die Natur und die Tiere liebt der KASTRIERT!

S. Eberhard am 22.08.2015 um 07:46 Uhr
Ja unbedingt! Möchte jemand mit Katzen züchten, dürfen diese nicht ins Freie! Vorallem auf Bauernhöfen sollte eine Kastrationspflicht und Betreuung durch den Tierarzt durchgeführt werden!

Sabine Eberhard am 22.08.2015 um 07:45 Uhr
Ja unbedingt! Möchte jemand mit Katzen züchten, dürfen diese nicht ins Freie! Vorallem auf Bauernhöfen sollte eine Kastrationspflicht und Betreuung durch den Tierarzt durchgeführt werden!

Wüst Erika am 20.08.2015 um 17:14 Uhr
Unbedingt sollte eine obligatorische Pflicht zur Kastration und zum Chipen eingeführt werden. Ich erlebe gerade in meiner Nachbarschaft ein Fall, wo die Katze bereits zweimal Junge hatte. Das Geld für eine Kastration wollen die Besitzer nicht ausgeben. Fahren zwei Porsche. Nun lassen sie die Katze nicht mehr rein, als sie immer dünner wurde seit dem geben wir ihr regelmässig zu essen. Ich habe das Veteriäramt St.Gallen eingeschalten. Ich hoffe die greifen durch. So geht es nicht, einfach ein Tier auszusetzen. Das muss bestrafft werden!!

Birgitt A. Tom am 20.08.2015 um 15:09 Uhr
Ich bin selbst seit vielen im Katzenschutz auf der Straße in Deutschland tätig und kann nur sagen, JAAAAAA, selbstverständlich muss eine Kastrationspflicht eingeführt werden. Anders sind die überall vorhandenen Überpopulationen mit all ihren traurigen, dramatischen Facetten für die Tiere nicht in den Griff zu bekommen. Leider werden jedoch die meisten Katzenschutz-Vereine in keiner Weise von der Politik/dem Gesetzgeber unterstützt und so versuchen sie durch Spendengelder und eigene private Aufwändungen, so viele Katzen zu kastrieren wie nur irgend möglich. Wenn schon die meisten Länder keinen Cent für die Streunerkatzen "übrig haben", obwohl es ihre Pflicht ist und in ihren Zuständigkeitsbereich fällt, dann ist es zumindest ihre AUFGABE, wenigstens durch ein Kastrations- und Kennzeichnungsgesetz den Tierschützern eine gesetzliche Grundlage in die Hand zu geben. Es wird dann noch immer genügend Menschen geben, die weiterhin davon unbeeindruckt bleiben und von daher ist ein Aussterben von Katzen garantiert NICHT möglich, aber ungeheuer großes Elend wird damit langfristig verhindert.

E.Lanz am 20.08.2015 um 14:35 Uhr
Kastrationspficht ist ein MUSS!

Kommentar schreiben

Klassische Website anzeigen