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Katze

So klappt es mit dem Leiterli

1 Kommentare Katzen | Donnerstag, 8. Januar 2015 06:00, Christina Burghagen

Viele Stubentiger sind eigentlich Wald- und Wiesentiger. Auf schnellen Pfoten verlassen sie ihr Daheim und gehen draussen auf Pirsch. Aber wie kommen sie wieder nach Hause? Manchmal gehts nur via Katzenleiter. Zehn Tipps rund um die Aufstiegshilfe.

Kater Kasimir ist umgezogen. Sein Frauchen hat ihn einfach in den ersten Stock eines Mehrfamilienhauses verfrachtet, aber immerhin steht das Gebäude inmitten von Feldern und Wiesen voller Mäuse. Jeden Tag wartet Kasimir, bis jemand die Haustür aufmacht und er hindurchschlüpfen kann. An der Wohnungstür macht er sich dann laut bemerkbar. Ist Frauchen zu Hause, lässt sie ihn natürlich sofort rein. Wenn nicht, hört er nach circa zehn Minuten auf zu maunzen und schläft auf der Fussmatte. 

Kasimir ist spendabel. Immer wieder legt er den Hausbewohnern Mäuse-Geschenke vor die Tür. Doch die Nachbarn sind allesamt undankbare Geschöpfe. Sie regen sich über Kasimir auf und verlangen, dass er eingesperrt wird – oder einen anderen Weg in die Wohnung einschlägt. Frauchen beschliesst deshalb, eine Katzentreppe anzuschaffen, die direkt auf ihre Laube führt. Denn in der Balkontür befindet sich bereits eine Katzenklappe, so hätte Kasimir wirklich freie Bahn in die Wohnung. Aber: Was gilt es dabei alles zu beachten? 

1. Fassade bewahren
Nach den Buchstaben des Gesetzes muss jede Veränderung am Haus vom Vermieter genehmigt werden. Denn die Fassade gehört nicht zur Mietwohnung. Das gilt vor allem dann, wenn an der Fassade gebohrt und geschraubt werden soll. Haustiere sind grundsätzlich in jeder Mietwohnung erlaubt, wenn nichts Gegenteiliges im Mietvertrag steht. Weiss also der Vermieter nichts vom Stubentiger, sollte man unbedingt über den Anbau einer Katzentreppe sprechen. Eigenmächtiges Handeln ist nicht zu empfehlen. Wenn eine Katzentreppe rückwärtig oder seitlich angebracht wird, stehen die Chancen gut, dass der Hauseigentümer einwilligt.

2. Freundschaft mit Nachbarn
Es ist hilfreich, die Nachbarn nicht gegen sich und die Katze aufzubringen. Wie im Fall von Kasimir kann man nun natürlich prima auf die Vorzüge einer Katzentreppe hinweisen. Denn dank dieser schleppen die Samtpfoten keine Mäuse mehr ins Treppenhaus, verlieren dort auch keine Haare mehr und protestieren nicht mehr laut maunzend, wenn sie ausgeschlossen bleiben.

3. Optik ist wichtig
Besonders im Internet gibt es zahlreiche Anbieter von Katzentreppen, während in Tierdiscountern das Angebot eher dürftig ist. Muss nur ein Stockwerk überbrückt werden, eignen sich die meisten Modelle. Es gibt versetzte Trittbretter an einem Balken, schräge Bretter mit aufgeschraubten Leisten für einen sicheren Tritt oder gar Wendeltreppen. Geübte Heimwerker können sich auch selbst an den Bau wagen, wenn die Wohnung zum Beispiel nur im Hochparterre liegt. Neben dem Geldbeutel sollte aber auch das Design beachtet werden. Sogar Provisorien bleiben ja oft dauerhaft stehen! Ein hochwertiges Produkt lässt sich jedoch, wenn es nach einem weiteren Umzug nicht mehr gebraucht wird, als Occasion besser verkaufen.

4. Altersgerecht bauen
Eine Katzentreppe sollte keinesfalls zu kurz sein und auch nicht in einem sehr steilen Winkel angebracht werden. Nicht alle Katzen freuen sich auf waghalsige Kletterpartien bei Nacht und Nebel. Zudem werden auch Stubentiger nicht jünger, sie können ein allzu grosses Treppen-Hindernis mit den Jahren vielleicht nicht mehr überwinden. 

5. Holz ist heimelig
Die Katzentreppe sollte aus einem robusten und vor allem wetterfesten Material gefertigt sein. Wichtig ist auch, dass die Katzentreppe rutschfest ist und das Wasser gut ablaufen kann. Stufen aus Holz sind ideal. Denn Holz ist den Tieren vertraut und sie können bei Gefahr sofort mit den Krallen einhaken. Wahre Kunstwerke stellt die Firma Sapperlot her. 
www.katzentreppe.info

6. Stabilität ist wichtig
Katzen hassen schwankende Konstruktionen. Sie können zwar beurteilen, welcher Ast sie noch trägt. Katzentreppen hingegen kennen sie zu wenig. Sie sollten deshalb weder schaukeln noch stark vibrieren, sonst trauen sie ihr nicht richtig. Eine Treppe über drei Meter Länge sollte mit einem Zwischenpodest ausgestattet sein. Katzen sind total schwindelfrei. Akzeptiert eine Katze drei Meter, wird sie auch bei sieben Metern nicht zögern, falls sie auf der Treppe einen guten Stand hat. Bei Grasgrund wird eine Katze ohne Schaden einen vier bis fünf Meter hohen Sturz unverletzt überstehen. Bei hartem Grund kann ab fünf Meter eine Sicherheitsvorrichtung angebracht werden. Zum Beispiel ein Netz, das aber die Treppe nicht vollständig einpacken sollte. 

 Die Katzenleiter zum Falten.
 Bild: Maike Franzen

 

7. Notfalls einklappen 
Eine Besonderheit ist die Falt-Katzenleiter. Diese lässt sich jederzeit herunterklappen oder einziehen. Mit ihr können elegant Akzeptanzprobleme mit Vermietern und Nachbarn umgangen werden. Die Katzenleiter sieht schön aus und erfordert weniger Raum als selbst gebastelte Lösungen. Die Konstruktion ist durch die Wabenstruktur stabil. Wegen der versetzt untereinander angebrachten Löcher besteht keine Gefahr, dass die Katze hindurchfällt. Die Faltkatzenleiter braucht nur am Balkongeländer angebunden zu werden. Sie besteht aus leichten, wetterfesten Hohlkammerplatten aus Kunststoff mit Antirutschbeschichtung. 
www.falt-katzenleiter.de

8. Besser mit Mamas Kletterkursen
Katzen erklimmen mit Schwung einen Baum. Dazu benutzen sie die kräftigen Stemm-Muskeln ihrer Hinterbeine, ihre Ober- und Unterschenkel und die Muskeln ihrer Pfoten. Die Beweglichkeit der Vorderbeine ermöglicht ihnen, einen Ast zu umarmen. Zum Klettern gehören Schwindelfreiheit und die Kunst, Bewegungen perfekt zu koordinieren. Das liegt in der Natur der Katze. Den Abstieg muss sie allerdings lernen. Hat die Katze im Kindergarten aufgepasst, klettert sie rückwärts vom Baum und setzt ihre Krallen als Steighaken ein. Eine Mieze, die das bei Mama nicht gelernt hat, braucht menschliche Starthilfe. Denn sie versucht, mit dem Kopf voraus nach unten zu klettern, wobei sie schnell in Schwierigkeiten geraten kann. 

9. Katzen auf Katzenleitern leiten
Auch wenn Katzen beim Klettern besser rauf- als runterkommen, kann es bei einer neuen Treppe genau umgekehrt sein. Denn das Tier muss den Sinn erkennen, die Treppe zu benutzen. Oben ist die Katze zu Hause, kennt sich aus und möchte hinaus. Sieht sie von oben nach unten, ist ihr bewusst, dass sie über diese Leiter nach draussen kommt. Der Zeitpunkt, um eine Katzentreppe einzuweihen, ist also dann, wenn die Katze sowieso rausmöchte.

10. Kleine Verführungen
Wie lange es dauert, bis die Katze den Weg über die Treppe gelernt hat, ist sehr unterschiedlich. Meist kapieren die Tiere ihren neuen Privatweg schon nach kurzer Zeit. Wenn eine Mieze sich partout nicht an die Katzenleiter heranwagen will, sollte man zu dem Mittel greifen, dem sie nicht widerstehen kann: zum Futter. Und ihr das konsequent auf der neuen Treppe geben – bis die Katze ihre Angst überwunden hat. 

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Kommentare (1)

Katzenmaus am 01.07.2015 um 15:11 Uhr
Die EVOY Katzentreppe (www.katzentreppenmanufaktur.de) ist wirklich super!! Bin davon ganz begeistert. Die meisten anderen sind nur billiges Material. Bei EVOY bekommt man gscheite, massive Treppen!!

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