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Gefährliche Raupe

Schmetterlingsraupen können Allergien auslösen

Natur & Umwelt | Freitag, 22. März 2019 11:00, sda

Für eine giftige Schmetterlingsraupe beginnt im Wallis in den kommenden Wochen die Wandersaison. Der Kanton ruft zu Vorsichtsmassnahmen in Garten und freier Natur auf.

Der Prozessionsspinner kann bei Mensch und Tier schwere Allergien auslösen. Die Symptome sind ähnlich wie nach einem Brennnesselstich, die Haut juckt und es können Ekzeme, Quasten und Pusteln auftreten. Auch Schwellungen, gerötete Augen oder Atemnot sind möglich. Die Dienststelle für Wald, Flussbau und Landschaft (DWFL) rät, bei solchen Reaktionen einen Arzt aufzusuchen, wie sie am Donnerstag mitteilte.

Sie empfiehlt, die Nähe zu den Raupen und Nestern meiden. Zum Beispiel soll man sich nicht im unmittelbaren Bereich von stark befallenen Föhren aufhalten. Denn es besteht die Gefahr, mit herumliegenden, nesselnden Brennhärchen in Kontakt zu kommen.

Auch Hunde sind in Gefahr  
Auch Haustiere, insbesondere Hunde, seien von den Nestern und den Raupen fernzuhalten, warnen die Behörden. Vierbeiner sollten in der Nähe von Nestern an der Leine geführt werden.

Eine Entfernung der Nester durch einen Spezialisten macht laut den Experten Sinn, wenn eine Gefahr für die Gesundheit von Mensch und Tier durch die brennenden Haare der Raupen besteht.

Vor allem in der Südschweiz heimisch  
Der Prozessionsspinner ist ein unscheinbarer, nachtaktiver Falter, der in der Schweiz vorwiegend im Tessin, im südlichen Wallis und im Genferseegebiet vorkommt. Seine Raupen leben in weissen Gespinstnestern auf Wirtsbäumen.

Im Frühjahr, sobald es wärmer wird, verlassen die Raupen nach der Überwinterung ihre Nester. Seinen Namen trägt das Insekt, weil die Raupen in einer prozessionsartigen Einerkolonne vom Baum zum Boden wandern, um sich unter der Oberfläche zu verpuppen.

Im Wallis ist die Art in den letzten zwei Jahren vermehrt gemeldet worden, bleibt aber unter dem Niveau von Anfang der 1990er-Jahre. Für den Wald ist die Art grundsätzlich unbedenklich. Durch die Bildung von Ersatztrieben überleben die Bäume den Kahlfrass in den meisten Fällen.

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